Medizintechnik-Branche

Nur noch vom Export getrieben

BERLIN (maw). Die Medizintechnikunternehmen in Deutschland verspüren eine Stagnation auf dem Heimatmarkt. Getrieben werde das Geschäft vor allem vom Export, wie der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) mitteilt.

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Das Umsatzwachstum der im BVMed organisierten MedTech-Unternehmen habe sich gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Es liege 2012 laut BVMed-Herbstumfrage bei durchschnittlich 4,4 Prozent. Im Vorjahr seien es 5,3 Prozent gewesen.

Die Gewinnsituation der MedTech-Unternehmen sei multifaktoriell bedingt, stark geschmälert, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M Schmitt. Als Ursachen nannte er den enormen Preisdruck, insbesondere durch Einkaufsgemeinschaften und Ausschreibungen, die stark gestiegenen Rohstoffpreise und höhere Außenstände.

"Der Standort Deutschland wird zwar nach wie vor überwiegend positiv beurteilt. Es werden aber zunehmend die niedrigen Erstattungspreise und eine innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen kritisiert", so Schmitt.

Jobmotor

Trotz dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation bleibe die Medizintechnik-Branche in Deutschland ein Jobmotor. Knapp 60 Prozent der Unternehmen hätten Arbeitsplätze geschaffen.

Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen in Deutschland habe nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2011 bei 21,4 Milliarden Euro gelegen.

Insgesamt beschäftigt die Branche in Deutschland laut BVMed mehr als 175.000 Mitarbeiter.

Schmitt: "Damit leistet die MedTech-Branche nicht nur einen hervorragenden Beitrag zur Patientenversorgung und zur Wirtschaftskraft, sondern ist auch ein Hoffnungsträger für den deutschen Arbeitsmarkt."

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