Praxis-QM

Offene Fehlerkultur notwendig

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BERLIN. Nachdem nun der Behandlungsfehlerbericht 2014 des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) veröffentlicht wurde, weist auch die KBV noch einmal darauf hin, wie wichtig ein gelebtes Fehler- und Risikomanagement in den Praxen ist.

"Ärzte und Psychotherapeuten sollten vor allem auf sicherheitsrelevante Prozesse achten und Fehler offen kommunizieren", heißt es vonseiten der KBV.

Von den 14.663 Vorwürfen, die der MDK 2014 bearbeitet hat, bestätigte sich immerhin bei rund einem Viertel der Verdacht.

Risikobereiche in den Praxen sind laut KBV insbesondere die Arzneitherapie sowie die Zuordnung und Beschriftung von Laborproben und Befunden. Neben einer offenen internen Fehlerkommunikation ermuntert die KBV die Praxen, sich an externen Berichts- und Lernsystemen zu beteiligen.

Speziell für den hausärztlichen Bereich gebe es das System "Jeder Fehler zählt" vom Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Uni in Frankfurt am Main. Über CIRSmedical, dem System des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) könnten die Ärzte hingegen zugleich aus kritischen Ereignissen im stationären Bereich lernen, denn das System kann von beiden Sektoren genutzt werden. (reh)

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