Anlagen-Kolumne

Ohne Aktien und Fonds keine Altersvorsorge

In der langfristigen Vermögensvorsorge müssen Anleger künftig kontrolliert Risiken eingehen. Sonst droht der Vermögensverlust im Alter.

Von Gottfried Urban Veröffentlicht:

Zentralbankchef Draghi will es tun! Was genau, hat er zwar bei der letzten Sitzung noch nicht gesagt, aber er will geldpolitische Instrumente einsetzen, um eine Deflation um jeden Preis zu verhindern.

Die könnte Euroland nach wie vor drohen, da die Arbeitslosigkeit in Teilen Europas immer noch hoch und die Wirtschaft weit von ihrem Potenzialwachstum entfernt ist. Der internationale Währungsfonds und die Weltbank fordern schon länger, dass die EZB noch mehr geldpolitisch stimulieren soll.

Da der Leitzins schon jetzt nahe Null liegt, könnte das durch eine Art Strafzins für Geldeinlagen der Banken bei der Zentralbank erreicht werden.

Für die Banken würde es damit richtig schmerzhaft, wenn sie ihre Passivüberhänge bei der Notenbank parkten, anstatt den Einlagenüberschuss als Kredite auszureichen. Die Idee dahinter: Das Geld muss in den Wirtschaftskreislauf und die Umlaufgeschwindigkeit erhöht werden.

Kontrollierte Risiken müssen eingegangen werden

Nebenbei würde eine weitere Senkung des Leitzinses den relativ starken Euro gegenüber vielen anderen Währungen etwas verbilligen und somit die Exportchancen der Euroländer verbessern. In der Junisitzung soll die Entscheidung fallen. Dann will die Zentralbank die Inflationsprojektion bis 2016 vorlegen.

Also: Wenn die Prognose zu niedrig ausfällt, werden wir vielleicht erstmals eine Art Verwahrgebühr fürs Geldparken bei der EZB bekommen. Damit wird es für Banken immer weniger interessant Kundengelder einzusammeln und die Zinsen für Anlagegelder werden weiter fallen.

In der langfristigen Vermögensvorsorge müssen künftig kontrolliert Risiken eingegangen werden. Nur wer zusätzlich in solide Aktien oder Aktienfonds investiert, hat die Chance, sein Vermögen zu erhalten oder sogar zu mehren.

Der Zwang zu mehr Wirtschaftswachstum kombiniert mit extrem niedrigen Zinskosten wird den Unternehmen weiter gute Gewinne bescheren.

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