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Online-Start erst im März 2017?

Der flächendeckende Online-Rollout der elektronischen Gesundheitskarte soll sich Medienberichten zufolge um mehrere Monate verzögern. Doch greifen damit sofort auch die Sanktionen gegen Ärzte?

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BERLIN. Ausgerechnet beim Kernstück der Online-Anbindung an die Datenautobahn der Gesundheitskarte scheint die Industrie zu schwächeln.

Wie die "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe) berichtet, würden es die Auftragnehmer nicht rechtzeitig schaffen, geeignete Konnektoren für den flächendeckenden Rollout zu produzieren.

Das gehe aus Unterlagen einer Besprechung hochrangiger Vertreter aus Industrie und Gesundheitswesen mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hervor.

Der Konnektor aber stellt die Zugangspforte zur Telematikinfrastruktur (TI) dar und hat die Aufgabe, die Daten, die über die TI verschickt und abgerufen werden, zu ver- und zu entschlüsseln.

Laut dem Zeitungsbericht soll die gematik erklärt haben, dass sich "zeitliche Verschiebungen" von circa acht Monaten ergeben.

Die flächendeckende Online-Anbindung könnte danach frühestens im März 2017 statt wie im E-Health-Gesetz geplant im Juli 2016 starten, heißt es in dem Bericht.

Bis Mitte 2018 sollen Ärzte und Kliniken flächendeckend angeschlossen sein

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gibt indes in einer aktuellen Mitteilung zum E-Health-Gesetz - das noch am Donnerstagabend den Bundestag passieren sollte - Entwarnung in Sachen Sanktionen.

Zwar wurden die Fristen und Sanktionen im E-Health-Gesetz sogar ausgeweitet. Mit dem Gesetz werde jedoch "auf Basis der Zeitpläne der gematik und der Industrie ein Zeitfenster für die bundesweite Einführung der Telematikinfrastruktur festgeschrieben", heißt es wörtlich.

Dieses beginne 2016. Bis Mitte 2018 sollten die Ärzte und Kliniken dann flächendeckend angeschlossen sein. Wobei das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) erklärt, dass der Probelauf des Online-Abgleichs der Versichertenstammdaten durchaus bis Mitte 2018 laufen kann.

Damit bleibt aus Sicht von Gröhe genug Zeit: "Nach den aktuellen Zeitplänen der gematik kann der Rollout weiterhin im Jahr 2016 beginnen, sodass die gesetzlich vorgesehenen Sanktionen nicht greifen müssen", schreibt sein Ministerium.

Gröhe spricht dabei auch offen an, dass die gematik auf die Probleme der Industrie, die notwendige Technik fristgerecht bereitstellen zu können, hingewiesen hat.

Es zeige sich aber, dass die gesetzten Fristen dazu geführt hätten, "dass alle Beteiligten jetzt sehr intensiv daran arbeiten, den vorgegebenen Zeitrahmen einzuhalten", heißt es weiter (reh)

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