Praxisführung

Online-Tool unterstützt Risikobewertung in Praxen

ISTANBUL/BILBAO (maw). Eine erleichterte, online-gestützte Risikobewertung am Arbeitsplatz in Klein- und Kleinstunternehmen wie Arztpraxen oder auch Kliniken soll ein neues Projekt der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EUOSHA) gewährleisten.

Veröffentlicht: 12.09.2011, 17:39 Uhr
Online-Tool unterstützt Risikobewertung in Praxen

Eine neue Web-Anwendung soll Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gewährleisten. ©, kaarsten / fotolia.com

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Das OiRA getaufte Projekt wurde am Montag auf dem XIX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Istanbul offiziell angestoßen.

Das innovative Online-Tool soll nach Angaben der Agentur rund 20 Millionen Betriebe EU-weit dabei unterstützen, die Sicherheit und Gesundheit ihres Personals zu verbessern, indem die Risiken mithilfe einer einfachen und kostenlosen Web-Anwendung bewertet werden können.

"Die Erfahrung zeigt, dass eine richtig durchgeführte Gefährdungsbeurteilung der Schlüssel für wirklich sichere und gesunde Arbeitsplätze ist" postulierte Jukka Takala, Direktor der EU-OSHA, in Istanbul.

Tool kann an Bedürfnisse von Arztpraxen angepasst werden

"Insbesondere für kleine Unternehmen sind Risikobewertungen allerdings eine Herausforderung, da es ihnen an angemessenen Mitteln fehlt, um diese wirksam durchzuführen."

Gründe dafür, warum Unternehmen keine Kontrollen durchführen, seien mangelnde Fachkompetenz (41 Prozent) sowie die Auffassung, dass Risikobewertungen zu teuer sind oder zu viel Zeit in Anspruch nehmen (38 Prozent), so Takala weiter.

Wie Barbara Müller, Pressebeauftragte der in Bilbao ansässigen EU-OSHA, im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" erläuterte, seien derzeit vier Pilotprojekte am Start, die den Einsatz von OiRA im Alltag erproben sollen.

In Zypern und Schweden wird es bei Friseuren, in Frankreich in Autowerkstätten und in Belgien bei privaten Sicherheitsdiensten getestet. Wie Müller betont, könne das Online-Tool später auch auf die Bedürfnisse von Arztpraxen und Kliniken adaptiert werden.

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