Projekt "Kill Bill"

PKV-Kunden wollen die Rechnung sehen

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STUTTGART. Privatversicherte haben wenig Interesse daran, dass Ärzte ihre Rechnungen direkt an den privaten Krankenversicherer schicken. Diese Erfahrung hat die Hallesche Krankenversicherung gemacht. Das Stuttgarter Unternehmen wollte den Versicherten die Direktabrechnung anbieten.

Vor der Umsetzung des Projekts unter dem Motto "Kill bill" hat die Hallesche aber in einer Ideenwerkstatt zunächst Kunden und andere Menschen danach gefragt, was sie davon halten.

Das Ergebnis war negativ. "Die Versicherten wollen die Rechnung sehen", berichtet Dr. Walter Botermann, Vorstandschef des Konzerns Alte Leipziger-Hallesche. Die Hallesche verfolgt das Konzept jetzt nicht weiter.

Die Befragung hat aber gezeigt, dass die Kunden besser verstehen wollen, wie die Erstattungsentscheidung des Versicherers zustande kommt. Auch an einer schnellen Abwicklung sind die Versicherten offenbar interessiert. Nach Angaben von Botermann geht bei der Halleschen inzwischen ein großer Teil der Rechnungen per App ein.

Die Hallesche hatte Ende des vergangenen Jahres 233.532 Vollversicherte, das waren 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr 2015. Zurzeit sei wieder ein positiver Trend erkennbar, heißt es. Zum Ende des ersten Quartals weist der Versicherer einen Bestand von 233.747 Vollversicherten aus. (iss)

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