Versicherungstipp

Passende Police mit Hilfe von Verbänden

Berufshaftpflicht ist nicht gleich Berufshaftpflicht: Jede Fachgruppe erbringt andere Leistungen, jede Leistung hat ihr eigenes Risiko. Eine Option ist die Versicherung über den Berufsverband.

Veröffentlicht: 21.11.2014, 14:43 Uhr

Die Berufshaftpflichtversicherung gehört zu den absoluten Pflichtversicherungen für jeden Arzt. Eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung (BHV) prüft die Rechtslage, wehrt unberechtigte Ansprüche ab und kommt für berechtigte Forderungen auf - auch bei grober Fahrlässigkeit.

Ärzte stehen bei der Auswahl einer BHV allerdings häufig vor der Frage, welche Absicherung speziell für sie die passende ist. "Es ist wichtig, fachspezifische Risiken in der Police zu berücksichtigen", erklärt Michael Schwarz, Leiter Sachversicherungen, beim Finanzdienstleister MLP. "Ein HNO-Arzt benötigt andere Spezifika in der BHV als ein Anästhesist oder Allgemeinmediziner. Eine allgemein gehaltene BHV-Police kann hier zu kurz greifen."

Beispiel: Bei HNO-Ärzten gehört die diagnostische Endoskopie zum klassisch konservativen Tätigkeitsspektrum. In einer BHV-Police werden aber alle diagnostischen Maßnahmen, die durch konventionelle minimalinvasive Techniken standardmäßig ambulant durchgeführt werden, regelmäßig dem operativen Tätigkeitsspektrum zugeordnet - was die Police unnötig verteuert, wenn der betreffende Arzt nicht selbst operiert.

Verbandslösungen können hier Abhilfe schaffen: Sie ermöglichen einer Fachgruppe, etwa Anästhesisten oder HNO-Ärzten, eine passgenaue Absicherung für ihr spezifisches Tätigkeitsspektrum. Die spezielle BHV deckt dann die fachspezifischen Risiken der Mitglieder ab, der Verband steigert seine Attraktivität.

Ein Partner, der einen umfassenden Marktüberblick hat, könne für das Verbandskonzept häufig günstige Konditionen bei einem maßgeschneiderten Leistungspaket erreichen, so Michael Schwarz. (ger)

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