Umfrage

Patienten wollen Zugang zu ihren Daten

Veröffentlicht: 05.04.2016, 14:34 Uhr

BERLIN. 87 Prozent der Bundesbürger wünschen sich einen direkten Zugang zu ihren persönlichen Gesundheitsdaten, die in Arztpraxen, Kliniken oder anderen Gesundheitseinrichtungen erfasst werden.

So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1236 Bundesbürgern ab 14 Jahren.

"Die Patienten wollen endlich selbst Herr ihrer persönlichen Gesundheitsdaten werden", erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Die Daten von Patienten liegen an den unterschiedlichsten Stellen und es ist für die Behandelten nicht immer leicht, überhaupt an sie heranzukommen."

Der Verband setze sich daher seit langem dafür ein, dass die Daten in einer übergreifenden elektronischen Akte gespeichert werden. Ein wichtiger Schritt dorthin sei die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des geplanten digitalen Patientenfachs, heißt es.

Positiv wertet der Bitkom auch, dass das E-Health-Gesetz die Einführung weiterer Anwendungen wie etwa den elektronischen Medikationsplan oder telemedizinische Anwendungen vorsieht.

In Deutschland würden jährlich immerhin rund 20.000 Menschen an unerwünschten Wechselwirkungen von Medikamenten sterben, so der Verband. (reh)

Mehr zum Thema

Telemedizin

Rhön gibtMedgate den Laufpass

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Blick in den Hörsaal: Die Landesregierung Baden-Württemberg bringt die Landarztquote für 75 Medizinstudienplätze auf den Weg.

Gesetzentwurf in Baden-Württemberg

Landarztquote: Wer aussteigt, zahlt 250.000 Euro