Kommentar zu Versicherungskombinationen

Police im Paket – auch für die Gesundheit

Online-Händler setzen einen neuen Trend: Das Angebot gekoppelt mit einer Versicherung. Das könnte auch im Gesundheitswesen bald relevant werden.

Anne-Christin GrögerVon Anne-Christin Gröger Veröffentlicht:

Vor Kurzem machte der Möbelriese Ikea Schlagzeilen: Er will künftig seinen Kunden kombinierte Hausrat- und Haftpflichtversicherungen verkaufen. Wer ein Regal oder einen Schrank kauft, kann dafür gleich an der Kasse einen entsprechenden Schutz erwerben; Versicherer ist die Swiss Re-Tochter Iptiq.

Derzeit sind die Policen zwar nur in der Schweiz und Singapur erhältlich, aber der Schritt zeigt einen weltweiten Trend: Branchenfremde Player dringen in den Versicherungsmarkt vor und koppeln ihr eigenes Angebot mit dem der Assekuranz. So entstehen Ökosysteme um die Themen Wohnen, Gesundheit oder Reisen. Der Internetriese Amazon verkauft heute schon Policen für Elektrogeräte und will künftig auch Kfz-Policen anbieten.

In den USA hat bereits 2017 die Apothekenkette CVS den Krankenversicherer Aetna gekauft. In den Filialen sind nun Grippeimpfungen oder die Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen möglich.

Kluge Versicherer hängen sich an große Konzerne, die ihre Policen im Gesamtpaket verkaufen. Das sichert ihnen Zugang zu Millionen Kunden. Nachteil: Die Gesellschaften übernehmen die Rolle eines Zulieferers – und werden austauschbar. (acg)

Anne-Christin Gröger ist Wirtschaftsjournalistin in Köln.

Lesen Sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Personalführung

Altersvorsorge und mehr: Mit Benefits zu besserer Mitarbeiterbindung

Kooperation | In Kooperation mit: dem Finanzdienstleister MLP
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Junge Frau im Rollstuhl

© Julia Zavalishina / stock.adobe.com

Interview

Was eine gute Reha beim Post-COVID-Syndrom ausmacht

Bilder einer Computertomographie des Kopfes mit einem durch Markierung in rot hervorgehobenen Tumor im linken Unterkiefer.

© SutthaB / stock.adobe.com

Kasuistik

Rezidivierende Tumorbildung im linken Unterkiefer

Junge mit Druckverband um den Kopf

© Simon Coste / stock.adobe.com

Wohl mehr Schaden als Nutzen

Kopfverband nach Mittelohr-Operation: Braucht es das wirklich?