Brandenburg

Polnisches Ärztepaar schließt Versorgungslücke

Er ist Hausarzt, sie Hals-Nasen-Ohren-Ärztin - beide praktizieren im neuen Versorgungszentrum der KV Brandenburg nahe der polnischen Grenze. Das zweisprachige Versorgungsangebot des polnischen Paars kommt vor Ort gut an.

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:
Dr. Leszek Lacheta und seine Frau Malgorzata Babczynska-Lacheta haben das KV RegioMed Zentrum Guben besetzt.

Dr. Leszek Lacheta und seine Frau Malgorzata Babczynska-Lacheta haben das KV RegioMed Zentrum Guben besetzt.

© KV Brandenburg

POTSDAM / GUBEN. Ein neues Versorgungszentrum der KV Brandenburg (KVBB) ist Anfang August in der deutsch-polnischen Grenzstadt Guben im Südosten Brandenburgs gestartet.

"Damit schließen wir erneut eine Lücke in der ambulanten ärztlichen Versorgung in der Neiße-Stadt und sichern sie mit dieser neuen, innovativen Struktur auch für die Zukunft", sagte KV-Vorstandsvize Dr. Peter Noack.

Das KV RegioMed Zentrum Guben ist mit einem Hausarzt und einer Hals-Nasen-Ohren-Ärztin besetzt.

Bei den beiden Medizinern handelt es sich laut KVBB um ein polnisches Ärzte-Ehepaar, das seit mehreren Jahren in Deutschland praktiziert. Anfang Juli hatte sich eine weitere Hausärztin im unterversorgten Guben niedergelassen.

Das neue KV RegioMed Zentrum will auch ambulante HNO-Operationen anbieten, die in der Region bislang nicht vorgehalten wurden.

Dazu kooperiert es mit der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft (MEG), die verschiedene Arztpraxen in Guben betreibt. Die MEG ist eine Tochtergesellschaft des örtlichen Krankenhausträgers Naemi-Wilke-Stift.

Versorgungszentrum ist an örtliche Klinik angeschlossen

Das Zentrum in Guben ist das zweite KV RegioMed Zentrum. Ein weiteres Zentrum arbeitet mit Sprechstunden verschiedener Fachspezialisten seit mehreren Jahren in Bad Belzig. Dort hat die KVBB laut Noack bislang sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Wie in Belzig ist auch das Zentrum in Guben am örtlichen Krankenhaus angesiedelt. Der Geschäftsführer des Naemi-Wilke-Stifts Gottfried Hain begrüßt das neue, zweisprachige Versorgungsangebot.

"Es gibt auch viele Menschen aus Polen, die in unserer Region arbeiten, in Deutschland versichert sind und ärztlich versorgt werden müssen", so Hain.

Der amtierende Bürgermeister von Guben, Fred Mahro (CDU), sicherte dem Zentrum Unterstützung zu. "Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist ein ganz entscheidender Faktor in der Kommunalpolitik", betonte er zur Eröffnung.

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