BIG

Schadenersatz von Ex-Chef?

Eine Krankenkasse wirft ihrem Ex-Chef die schuldhafte Verletzung seines Dienstvertrages vor und fordert Geld zurück.

Veröffentlicht: 21.03.2016, 17:38 Uhr

KÖLN. Der ehemalige Vorstand der Krankenkasse BIG muss der Kasse 4,6 Millionen Euro Schadenersatz zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG) in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil entschieden.

Die Kasse wirft Frank Neumann vor, viel zu große Räumlichkeiten auf dem Gelände des Dortmunder Veranstaltungszentrums "U" angemietet und damit seinen Dienstvertrag schuldhaft verletzt zu haben.

Die BIG, die sich 2012 von Neumann getrennt hatte, will die von 2011 bis Ende März 2015 unnötig gezahlte Miete zurück haben.

Das OLG gab der Kasse Recht und ließ keine Revision zum Bundesgerichtshof zu. Dagegen kann der Ex-Chef Nichtzulassungsbeschwerde einlegen.

Bleibt es bei dem Urteil, muss sein Managerhaftpflichtversicherer zahlen. Einen Vergleichsvorschlag des Landgerichts Bochums in Höhe von drei Millionen Euro im März 2014 hatte der Versicherer abgelehnt.

Daraufhin hatte das Gericht Neumann in erster Instanz zur Zahlung von 3,8 Millionen Euro verurteilt. Da in der Zwischenzeit noch weitere Mietzahlungen fällig geworden waren, haben sich die Schadenersatzforderungen der BIG auf die jetzt festgelegten 4,6 Millionen Euro erhöht. (iss)

Az.: 27 U 36/15

Mehr zum Thema

Evidenzgenerierung

Register als Alternative zu RCT

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Kinder-Versorgung steckt noch in den Kinderschuhen

Versorgungslücken

Kinder-Versorgung steckt noch in den Kinderschuhen

Störung in der Telematikinfrastruktur hält an

Arztpraxen

Störung in der Telematikinfrastruktur hält an

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden