GBA

Schluss mit dem Genörgel!

Von Julia FrischJulia Frisch Veröffentlicht:

Eins muss man Gesundheitsminister Hermann Gröhe zugute halten: Während seiner Amtszeit hat er einiges auf den Weg gebracht, was bis dahin verbummelt, verschleppt und wenn überhaupt nur lustlos vorangetrieben wurde.

Das E-Health-Gesetz wird man vielleicht einmal als Meilenstein für die Digitalisierung des Gesundheitswesens bezeichnen. Für die Qualitätssicherung in Kliniken hat das Krankenhausstrukturgesetz eine wichtige Inititalzündung gegeben.

Sicher werden die Qualitätsindikatoren, die der GBA in diesen Tagen für die Krankenhausplanung ausgeben will, nicht überall auf Begeisterung stoßen.

Was bringt die gegenseitige Schuldzuweisungen?

Mit dem kollektiven Genörgel am GBA und der gegenseitigen Schuldzuweisung, warum in den vergangenen Jahren in Sachen Qualität kein revolutionärer Schritt nach vorne gemacht wurde, sollte aber endlich Schluss sein.

Länder, Kliniken, Kassen und Politik sollten den Blick anstatt nur auf den Geldbeutel lieber auf die Patienten lenken. Rund 500 000 nosokomiale Infektionen (NI) treten jährlich in Krankenhäusern auf, 80 000 bis 180 000 wären nach Expertenmeinung vermeidbar.

Laut einer RKI-Studie hat sich die NI-Prävalenz seit 1994 nicht wesentlich verändert. Die Botschaft daraus kann nur sein: Es ist Zeit, gemeinsam zu handeln und nicht nur zu nörgeln.

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