Klinikmanagement

Service GmbHs für Kliniken oft defizitär

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ESCHBORN. Um Kosten zu sparen, lagern viele Kliniken Reinigungs- und Gastrodienstleistungen in eigene Servicegesellschaften aus. Doch dieses interne Outsourcing rechnet sich laut einer Studie zur Marktfähigkeit von Servicegesellschaften nur bedingt. "Man kann davon ausgehen, dass die Hälfte der rund 450 krankenhauseigenen Service-GmbHs in Deutschland die angestrebten Einsparziele nicht erreicht", so Norbert Werner Lenhard, Geschäftsführer der Ingenieurs- und Projektmanagementgesellschaft Curatis, die die Studie verfasst hat.

"Soweit Häuser bei der Gründung von Servicegesellschaften ihre Funktion als Organmutter und Mehrheitsgesellschafter behalten, müssen sie intern, im Organkreis, keine Mehrwertsteuer zahlen und können Mitarbeiter zu günstigeren Tarifen beschäftigen", erläutert Lenhard die Vorteile einer eigenen Service GmbH. Diese Tarifstrukturen und umsatzsteuerlichen Effekte hätten in den vergangenen Jahren in größeren deutschen Kliniken zu dem Trend geführt, 100-Prozent-Gesellschaften zu gründen.

Das Kostenoptimierungspotenzial von Service GmbHs, die vor dem Jahr 2010 gegründet worden seien, liege im Schnitt bei 15,3 Prozent. Nicht selten versuchten die teuren Töchter, ihre Verluste mit Dienstleistungen für Dritte zu kompensieren, doch "die zusätzliche Auslastung von Servicegesellschaften, beispielsweise durch Schulessen, ist oft defizitär", sagt Lenhard. (maw)

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