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Nordrhein-Westfalen

Streiks bremsen den Op-Betrieb

Die Ausstände des nichtärztlichen Personals an Unikliniken führen in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag zu Absagen von Operationen.

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Nicht gebraucht wird so manches Op-Besteck in einigen westfälischen Unikliniken. Der Grund: Streiks des nichtärztlichen Personals.

Nicht gebraucht wird so manches Op-Besteck in einigen westfälischen Unikliniken. Der Grund: Streiks des nichtärztlichen Personals.

© babsi_w / fotolia.com

KÖLN. Die Streiks des nichtärztlichen Personals an den Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen werden wohl zu Einschränkungen im Operationsbetrieb führen.

Die Uniklinik Köln, die an diesem Donnerstag bestreikt wird, rechnet damit, dass etwa die Hälfte der Operationssäle nicht betrieben werden kann.

"Wir erwarten, dass schwerpunktmäßig die Op-Pflege und die Anästhesiepflege bestreikt werden", sagte Christoph Wanko, Sprecher der Uniklinik Köln .

Aus medizinischer Sicht verschiebbare Eingriffe sollen dann in Köln nicht stattfinden. Die Klinik bittet dennoch alle Patienten, die für diesen Tag einbestellt sind, zu kommen.

"Wir werden dann nach Dringlichkeit und nach Kapazitäten entscheiden, wer trotz des Streiks operiert wird", so Wanko.

Notdienstvereinbarungen für Notfälle

Für wichtige operative Eingriffe sind mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Notdienstvereinbarungen getroffen worden.

Wie viele Klinikmitarbeiter sich in NRW insgesamt an den Streiks beteiligen, vermochte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer nicht zu sagen, aber: "Durchschnittlich legen an den Kliniken zwischen 150 und 170 Beschäftigte die Arbeit nieder."

Für die Uniklinik Bonn, die am Mittwoch bestreikt wurde, erwartete Isemeyer eine Beteiligung von 350 Mitarbeitern. Auch die Unikliniken Düsseldorf und Aachen standen an diesem Tag im Zeichen des Arbeitskampfes.

Bereits am Dienstag haben rund 300 Mitarbeiter der Uniklinik Essen die Arbeit niedergelegt. "Beteiligt waren vor allem Mitarbeiter im Transportdienst, aus der Küche sowie Reinigungspersonal", sagte Kliniksprecher Burkhard Büscher.

Als Folge blieb der Müll liegen und Patienten mussten auf ihr Essen warten. Auch viele Auszubildende hätten sich am Streik beteiligt. Etwa ein Drittel der Operationssäle war nicht in Betrieb. Der Ausstand sei aber zu überbrücken gewesen, so Büscher.

In dem Tarifkonflikt zwischen den Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst und den Ländern geht es um mehr Geld und einen besseren Kündigungsschutz.

Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Diensts an den Unikliniken 5,5 Prozent mehr Lohn. Die Mindestforderung beträgt monatlich 175 Euro mehr sowie 30 Tage Urlaub. (acg)

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