Telemedizin

"Telemedizin braucht mehr Unterstützung"

HANNOVER (gvg). Zur Eröffnung der E-Health-Tage der Computermesse CeBIT haben Vertreter aus Politik und Wirtschaft für mehr Unterstützung bei der elektronischen Vernetzung im Gesundheitswesen geworben.

Veröffentlicht: 10.03.2008, 05:00 Uhr

"Wenn sich elektronisch überwachte Herzpatienten zu Hause sicherer fühlen oder durch bessere Kommunikation zwischen Ärzten Klinikeinweisungen vermieden werden können, dann ist das doch zunächst einmal positiv", sagte Professor Klaus Heinrich, Präsidiumsmitglied beim Industrieverband BITKOM. Probleme bei der Sicherheit oder Praktikabilität seien lösbar.

Auf der CeBIT wurde der Medizin in diesem Jahr erstmals eine eigene Halle eingeräumt. Das unterstreicht die wachsende Bedeutung des Themas Gesundheits-IT für eine breitere Öffentlichkeit.

Zu den Höhepunkten gehörte ein Blutzuckermessgerät des Unternehmens Bodytel, das Blutzuckermesswerte drahtlos in eine Internetakte funkt. Ebenfalls eindrucksvoll war die von IBM entwickelte 3D-Simulation eines menschlichen Körpers, die einen organbezogenen Zugriff auf elektronische Patientenakten erlaubt.

Nichts Neues gab es in Sachen elektronischer Gesundheitskarte: Im zweiten Quartal soll zumindest in einer Region die Ausgabe der neuen Lesegeräte starten, sagte Gesundheits-Staatssekretär Klaus-Theo Schröder. Voraussichtlich wird das Nordrhein-Westfalen sein. Nach seinen Angaben sind an den Tests bisher 190 Ärzte, 115 Apotheker, 11 Kliniken und 50 000 Versicherte beteiligt.

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