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Kliniken Ostholstein

Übernahme durch Ameos zieht sich hin

Der für April angestrebte Übergang von vier Sana Kliniken auf Ameos verzögert sich – die Rede ist von Monaten.

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EUTIN. Die Schweizer Klinikgruppe Ameos hat den Antrag zur Übernahme von vier Standorten der Sana Kliniken Ostholstein beim Kartellamt gestoppt. „Wir haben festgestellt, dass wir mehr Zeit brauchen“, bestätigte Ameos-Vorstand Michael Dieckmann auf Anfrage der „Ärzte Zeitung“. Die Übernahme als solche sieht er nicht als gefährdet an, diese sei „nicht weniger wahrscheinlich als vorher“.

Auch der Kaufvertrag mit Sana soll nach Dieckmanns Angaben nicht wieder aufgeschnürt werden. Dieser kann erst nach positivem Bescheid des Kartellamtes vollzogen werden. Einzelheiten zum Verfahren wollte Ameos nicht kommentieren.

Dieckmann begründete den höheren Zeitbedarf mit den „komplexen Transaktionsbedingungen“ sowie mit Aspekten der Krankenhausplanung. Da es sich bei den Sana Kliniken um vier Standorte (Eutin, Oldenburg, Middelburg und Fehmarn) handele, erhöhe sich dieser Aufwand, so Dieckmann.

Übernahme schon am Jahresanfang geplant

Ursprünglich war die Übernahme der Häuser schon für Januar angestrebt, dann sollte sie im April vollzogen werden. Bei der erneuten Verzögerung rechnet Dieckmann „nicht mit Wochen, sondern mit Monaten“. Damit verzögern sich auch wichtige Investitionsentscheidungen an den einzelnen Standorten. Ameos hatte Investitionen von rund 50 Millionen Euro an den neuen Standorten sowie Schwerpunktbildungen angekündigt.

Das Klinikgebäude in Eutin ist sanierungsbedürftig. Weiterhin unbeantwortet ist auch die Frage, in welcher Form der bislang noch stationäre Standort Fehmarn künftig betrieben wird. Dieckmann hatte im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“ angedeutet, dass er sich eine alternative Nutzung auf der Insel vorstellen könnte.

Von der Übernahme sind rund 1200 Beschäftigte betroffen, die nun zunächst bei ihrem bisherigen Arbeitgeber Sana angestellt bleiben. Die Mitarbeiter hatten zwischenzeitlich demonstriert, damit ihre Rechte auch nach der Übernahme gewahrt bleiben. Unberührt von der Übernahme des 94,8 Prozent-Anteils bleibt der Kreis Ostholstein mit 5,2 Prozent Minderheiten-Anteilseigner. Vor der Privatisierung im Jahr 2004 war der Kreis alleiniger Anteilseigner. (di)

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