Anlagen-Kolumne von Jens Ehrhardt

Überwiegend positive Signale aus Übersee

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Mit dem Oktober hat nun das saisonal stärkste Quartal für Börsianer begonnen. Seit 1996 haben die Kurse in den letzten drei Monaten des Jahres im Durchschnitt jeden Monat um 3,77 Prozent zugelegt.

Das allein wäre allerdings nur ein schwacher Hoffnungsschimmer beziehungsweise eigentlich mehr ein statistischer Strohhalm für verzweifelte Anleger, nach einem bislang eher unbefriedigenden Börsenjahr. Doch es gibt auch handfestere Gründe.

Die jüngsten US-Einkaufsmanagerumfragen begannen das Quartal mit einem Paukenschlag. Offenbar ist die Zuversicht in den US-Unternehmen sowohl im produzierenden Gewerbe als auch im Servicesegment schlagartig gestiegen, nachdem es im Sommer noch nach Flaute aussah.

In die gleiche Richtung deutete auch der deutsche ifo-Index, der Ende September einen deutlichen Anstieg der Stimmung in deutschen Unternehmen spiegelte. Auch wenn man in China und Hongkong unterwegs ist, ergibt sich ein durchaus positives Bild.

In den vergangen Jahren war das Chance/Risiko-Verhältnis nicht mehr so gut wie heute. Die Gesprächspartner in zahlreichen Unternehmensmeetings waren so zuversichtlich wie zuletzt in 2010. Gleichzeitig liegt die Bewertung der Firmen weit unter den Durchschnittsniveaus der letzten zehn Jahre.

Die Hintergründe für den optimistischen Ausblick sind vielschichtig: Bei manchen Firmen verbessert sich die Angebotsseite, da jahrelang wenig investiert wurde – sprich Kapazitäten aus dem Markt genommen wurden. Bei anderen Firmen gibt es wieder erste Nachfragesteigerungen.

Es gibt also berechtigte Gründe anzunehmen, dass der Jahresausklang durchaus Chancen an der Börse bietet, auch wenn die Entwicklungen weltweit weiterhin fragil sind. Grund: eine übermäßige Abhängigkeit von kaum kalkulierbaren Notenbankentscheidungen.

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