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Heidelberg

Und es gibt ihn doch, den Krebs-Bluttest

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HEIDELBERG. Die HeiScreen GmbH, eine Ausgründung der Heidelberger Universitätsmedizin, dementiert einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, wonach bislang nicht einmal ein Prototyp des Bluttests auf Brustkrebs existieren soll, mit dem das Uniklinikum Mitte Februar medienwirksam an die Öffentlichkeit ging.

„Der Eindruck ist falsch“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Es gebe einen Bluttest für Brustkrebs, „der unter Laborbedingungen bereits funktioniert und in der klinischen Forschung angewendet werden kann“. Ein Prototyp befinde sich derzeit „im Stadium der analytischen Verifizierung“, heißt es weiter.

Aktuell würden mit dem Test Studien zu Eierstock- und Brustkrebs laufen. Über 3000 Proben seien mit dem Bluttest schon auf diagnoserelevante Biomarker hin untersucht worden. Zugleich bereite HeiScreen das Upscaling des Tests „vom Labor auf eine massentaugliche Plattform“ vor. Dazu seien weitere Multicenter-Studien geplant.

Wie die regional verbreitete „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtet, legen die Heidelberger Forscher den Fokus „gar nicht mehr auf das Thema Brustkrebsfrüherkennung, sondern eher auf Verlaufsuntersuchungen im Rahmen von Krebstherapien“.

Eine Stellungnahme zur Lage der Dinge gab im Anschluss an die Meldung der „Süddeutschen“ auch das Heidelberger Universitätsklinikum ab.

Demnach bewertet eine „interne Arbeitsgruppe“ den Entwicklungsstand in Sachen Krebs-Bluttest „grundsätzlich als ‚einen interessanten diagnostischen Ansatz‘, der im Labor als Methode funktioniert und in der klinischen Forschung angewendet werden kann.

Es sei richtig, räumt das Klinikum darüber hinaus ein, „dass die interne Arbeitsgruppe auch festgestellt hat, dass es noch keinen Test-Kit gibt, der eine Marktreife hat“. Die eingestandene Nichtexistenz beziehe sich allerdings auf die Marktreife, nicht auf den Test als solchen.

Die Aufarbeitung des gesamten Vorgangs durch eine interne Kommission werde „noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen“. (cw)

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