Klinik-Management

Uniklinik Heidelberg auf Expansionskurs

Die renommierte Thoraxklinik, eine der größten Akut-Lungenfachkliniken in Deutschland, gehört seit kurzem zum Uniklinikum.

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HEIDELBERG (mm). Das Universitätsklinikum Heidelberg hat jetzt erneut eine Klinik der Region übernommen. Nach dem Kauf der Orthopädischen Klinik in Schlierbach, die durch die Fernsehserie "Knochen-Docs" bekannt wurde, gehört nun auch die renommierte Thoraxklinik in Heidelberg zum Uniklinikum.

"Die Thoraxklinik ist eine der größten Akut-Lungenfachkliniken in Deutschland und für ihre exzellente Krankenversorgung und Forschung bekannt", begrüßte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer den Zusammenschluss.

Weiteres Fach an der Uniklinik

Das Fächerspektrum des Uniklinikums werde nun durch den Bereich der Lungenfachkunde vervollständigt. Bereits 2010 gelang es Uniklinik und Thoraxzentrum gemeinsam, als Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung ausgezeichnet zu werden.

39 Millionen ließ sich die Uniklinik die Neuanschaffung der Thoraxklinik jetzt kosten. "Da wir an der Uniklinik nicht den Bereich der Lungenerkrankungen haben, sind wir mit diesem Kauf noch einmal mit einem blauen Auge durch das Kartellrecht gesegelt", berichtete Irmatraut Gürkan. Wettbewerbsrechtlich gab es keine Beanstandungen.

"Die Thoraxklinik ist ein wirtschaftlich gesundes Haus, welches schwarze Zahlen schreibt", betonte Thoraxklinik-Geschäftsführer Roland Fank, der der gemeinnützigen GmbH vorsteht. Der jährliche Umsatz liege bei 50 Millionen Euro.

Träger ist die Rentenversicherung

Gesellschafter der Thoraxklinik, die über 310 Betten verfügt und 800 Mitarbeiter beschäftigt, war bislang die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg.

Das Klinikgebäude und das Gelände bleiben auch künftig im Besitz der Rentenversicherung und werden vom Uniklinikum für die nächsten 25 Jahre für monatlich 35.000 Euro gepachtet.

Die Rentenversicherung teilte mit, sie wolle sich wieder stärker auf das Kerngeschäft der sozialen Absicherung im Alter und der Reha bei drohender Erwerbsunfähigkeit konzentrieren.

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