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Rechnungshof

Uniklinik Homburg zahlte zu viel an Berater

Externe Berater hat sich das Uniklinikum in Homburg zwischen 2000 und 4250 Euro pro Tag kosten lassen. "Zu viel", mahnt der Rechnungshof des Saarlandes.

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SAARBRÜCKEN. Der Rechnungshof des Saarlandes hat das Universitätsklinikum in Homburg wegen der Vergabe externer Beratungsaufträge gerügt. Allein bei sechs eingehender geprüften Fällen hätten durch den Einsatz vorhandenen Personals Kosten von 737.000 Euro vermieden werden können.

So heißt es im neuesten Jahresbericht der Rechnungsprüfer. Dabei handelt es sich um zwei Mandatierungen von Rechtsanwälten und vier Beauftragungen von Unternehmensberatungen zu Wirtschafts-, Organisations- und Personalangelegenheiten.

Nach den Feststellungen des Rechnungshofs müssten diese "Kernaufgaben" aber satzungsgemäß von den Vorstandsmitgliedern des Klinikums erbracht werden.

Generell sei die Heranziehung von Beratern und Gutachtern nur dann gerechtfertigt, wenn bei speziellen und komplexen Aufgaben nicht genügend fachliche und methodische Kompetenz innerhalb des Klinikums vorhanden sei oder nicht zeitgerecht bereitgestellt werden könne.

Außerdem seien die Aufträge ohne Wettbewerb freihändig vergeben worden.

Schließlich moniert die Kontrollbehörde die teilweise überzogene Höhe der Honorare: Die Berater hätten pro Tag ohne Nebenkosten zwischen 2000 und 4250 Euro erhalten - das sei mehr als das doppelte der üblichen Consulting-Honorare.

Offenbar hat das Universitätsklinikum in Homburg die Kritik akzeptiert: Laut Rechnungshof soll es zugesagt haben, "alle aufgezeigten Mängel aufzugreifen und die Verfahrensweise entsprechend der Empfehlungen zu optimieren". (kud)

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