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Übernahme geplant

Valeant macht Allergan Avancen

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MONTREAL. Der kanadische Pharmakonzern Valeant will den kalifornischen Botox®-Hersteller Allergan übernehmen. Am Dienstag gab Valeant ein offizielles Angebot ab.

Demnach sollen für jede Allergan-Aktie 0,83 Valeant-Titel plus 48,30 Dollar in bar gezahlt werden. Berichten zufolge würde sich die Transaktion damit auf rund 50 Milliarden Dollar (36 Milliarden Euro) summieren.

Allergan bestätigte den Eingang des Angebotes und ließ verlauten, die Offerte jetzt erst einmal prüfen zu wollen. Eine Empfehlung an die Aktionäre wurde nicht abgegeben.

Laut Valeant wird das Fusionsvorhaben vom größten Einzelaktionär der Kalifornier, der Investmentgesellschaft Pershing Square, unterstützt. Pershing Square hält zehn Prozent der Allergan-Aktien und will den Angaben zufolge auch nach einem Zusammenschluss ein schwergewichtiger Eigner des neuen Unternehmens bleiben.

Auf Einkaufstour

Valeant ist bereits seit geraumer Zeit auf Einkaufstour. Im Herbst vorigen Jahres übernahm der Konzern für umgerechnet rund sechs Milliarden Euro den traditionsreichen US-Hersteller Bausch & Lomb.

Zuvor hatte Valeant bereits etliche kleinere Firmen in Asien, Europa und Amerika erworben - einige davon wie auch Allergan spezialisiert auf Dermatologie und ästhetische Medizin. Im Mai 2013 bot Valeant zwischenzeitlich sogar für den Generikariesen Actavis, kam damit jedoch nicht zum Zuge.

Portfolioschwerpunkte des kanadischen Unternehmens sind Marken-Generika, ZNS-Medikamente, sowie Produkte für die Dermatologie und die Augenheilkunde. 2013 setzte Valeant 5,8 Milliarden Dollar um und verbuchte nicht zuletzt hoher Abschreibungen wegen nach Steuern 860 Millionen Dollar Verlust.

Allergan erwirtschaftete 2013 knapp 6,2 Milliarden Dollar Umsatz, fast die Hälfte davon (47 Prozent) mit Ophthalmologika. Rund ein Drittel (32 Prozent) entfielen auf medizinische und ästhetische Botox®-Präparate. Nach Steuern verdiente Allergan mit 985 Millionen Dollar nur geringfügig weniger als 2012. (cw)

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