Nordosten

Verah wird zur Fallmanagerin

Die Versorgungsassistentin wird im Nordosten zur Verah-Care. Dabei soll sie zusätzlich neue Aufgaben im Fallmanagement übernehmen.

Veröffentlicht:

SCHWERIN. Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (Verah) erhalten in Mecklenburg-Vorpommern künftig zusätzliche Aufgaben: Nach einer Weiterqualifizierung übernehmen sie als Verah-Care mehr Verantwortung.

Entwickelt haben die Weiterqualifizierung KV und AOK Nordost, die die zusätzlichen Leistungen zum Start noch als einzige Krankenkasse honoriert. Nach KV-Angaben ist aber nicht ausgeschlossen, dass andere Kassen sich dem neuen Versorgungsvertrag später anschließen werden.

Verahs mit der Zusatzqualifikation Care übernehmen neben den delegationsfähigen Leistungen auch Aufgaben im Fallmanagement und in der Versorgung in der Praxis und beim Hausbesuch. Sie sollen als Schnittstelle für Therapeuten, Hilfsmittelanbieter und Pflegeteams dienen.

Zu ihren Aufgaben gehört die Vorbereitung der Patienten auf einen stationären Aufenthalt, die Bewertung der häuslichen Bedingungen und die Überwachung der Medikamenteneinnahme und der Ess- und Trinkgewohnheiten. Bei Bedarf sorgt sie für ein ganzheitliches Wundmanagement.

Die Vertragspartner erhoffen sich neben einer besseren Versorgung auch eine stärkere Entlastung der Hausärzte, damit diese sich stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Die zusätzlichen Leistungen können von der anstellenden Praxis zusätzlich abgerechnet werden.

Für das Modul Fall- und Schnittstellenmanagement etwa kann bis zu drei Mal pro Behandlungsfall eine Vergütung von 25 Euro abgerechnet werden (GOP 93100). Das gleiche Honorar wird für die Module Versorgung in der Häuslichkeit (GOP 93101) und Wundversorgung (GOP 93102) gezahlt.

Die KV erwartet, dass die Praxisinhaber die weiterqualifizierten Verah-Mitarbeiter auch besser bezahlen. In Mecklenburg-Vorpommern haben bislang 117 Hausarztpraxen über 141 nichtärztliche Praxisassistentinnen angestellt.

Sie sind nach Ansicht von KV-Vize Dr. Dieter Kreye "nicht mehr wegzudenken". 107 von ihnen haben im ersten Quartal die Zusatzqualifikation Care absolviert und können bereits nach dem neuen Vertrag eingesetzt werden. (di)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Keine Modeerscheinung

ADHS im Erwachsenenalter: Das gilt für Diagnostik und Therapie

Lesetipps
 Shabnam Fahimi-Weber

© Jochen Tack

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa