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Corona-Impfung

Vertrag für 300 Millionen Comirnaty-Impfdosen für die EU steht

Nach teils schleppendem Impfstart in vielen EU-Staaten war die Kritik laut. Nun hat die EU-Kommission weitere Impfdosen bestellt: 75 Millionen davon sollen im zweiten Quartal zur Verfügung stehen.

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Besorgt mehr Impfstoff: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen

Besorgt mehr Impfstoff: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen

© Francois Walschaerts / Pool AFP / dpa

Brüssel. Die EU kann im laufenden Jahr auf weitere bis zu 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff Comirnaty® der Mainzer Firma BioNTech und ihres US-Partners Pfizer zurückgreifen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits bis Ende des zweiten Quartals zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

Von den bereits zugelassenen Mitteln von BioNTech/Pfizer sowie dem US-Unternehmen Moderna hat die EU sich mittlerweile 760 Millionen Einheiten gesichert. Damit könnten mehr als 80 Prozent der EU-Bevölkerung geimpft werden, sagte von der Leyen.

Der neue Vertrag folgt auf Klagen über Knappheit von Impfstoff in Deutschland und anderen EU-Staaten. Sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als auch die EU-Kommission standen in der Kritik. Comirnaty® (Tozinameran, bzw. BNT162b2) war am 21. Dezember als erster SARS-CoV-2-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Diesen Freitag wurde dessen Zulassung zur Entnahme von sechs statt von Dosen erweitert. Am Mittwoch wurde auch die Vakzine des US-Herstellers Moderna genehmigt.

Verträge mit zusätzlichen Optionen

Bereits im November hatte die EU-Kommission für alle 27 Staaten bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen von BioNTech/Pfizer bestellt – eine feste Bestellung von 200 Millionen Dosen und eine Option auf 100 Millionen weitere, die vor kurzem gezogen wurde. Auch die neue Vereinbarung sieht diese Aufteilung vor.

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Comirnaty® ist die bislang einzige Vakzine, der in der EU eingesetzt wird. Ab Dienstag, den 12. Januar, soll der Moderna-Impfstoff ausgeliefert werden.

Von der Leyen sagte, sie sei besonders froh, dass 75 Millionen Einheiten bis Ende Juni ausgeliefert würden. Sie verteidigte die europäische Impfstrategie: „Ich bin der tiefen Überzeugung, dass dieser europäische Weg richtig ist und ich glaube, in der Rückschau wird sich das auch beweisen“, sagte die deutsche Politikerin. „Europa wird mehr als genügend Impfstoff haben in einem verlässlichen Zeitrahmen.“ Es sei von vorneherein klar gewesen, dass man nicht „auf einen Schlag“ alle impfen könne.

Start „etwas holprig“

Wenn man eines Tages zurückschaue, werde man sehen, dass es zu Beginn etwas holprig war. „Das ist immer so bei solchen großen Veränderungen, die man angeht. Aber in der Rückschau bin ich der festen Überzeugung, dass man sehen wird, dass hier viel geleistet worden ist in den Mitgliedstaaten, die Impfungen tatsächlich auch auf den Weg zu bringen.“ Sie betonte, dass alle Entscheidungen über Impfstoff-Einkäufe gemeinsam mit den EU-Staaten getroffen würden. Kritik am teils langsamen Impfstart der EU-Staaten vermied die CDU-Politikerin.

In Deutschland wird derzeit ein neuer Produktionsstandort von BioNTech in Marburg aufgebaut. Wenn dieser wie geplant im Februar in Betrieb gehe, dann könne das Unternehmen die Impfstoffproduktion massiv ausbauen, sagte Spahn jüngst. „Das führt zu früheren Lieferungen bestellter Dosen.“

Neben BioNTech/Pfizer gibt es bereits Rahmenverträge mit fünf weiteren Herstellern. Inklusive des neuen Vertrags kann die EU nun insgesamt mehr als zwei Milliarden Dosen beziehen. Von Moderna hat die EU-Kommission bis zu 160 Millionen Dosen gesichert. (dpa)

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