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Vietnamesisch-deutsche Uni öffnet Tor nach Europa

HO-CHI-MINH-STADT (maw). Am Mittwoch legte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, den Grundstein für ein vietnamesisch-deutsches Universitätsprojekt, das Vietnamesen das Tor zu Europa aufstoßen soll.

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Die Grundsteinlegung für ein eigenes Gebäude des bilateralen Projekts fand auf dem Campus der vietnamesischen Nationaluniversität statt. Koch erwartet von der neuen Hochschule nach Angaben der Hessischen Staatskanzlei "eine Stärkung des Wissenschaftsimages der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Hessen".

Hessen und der Bund werden in den nächsten Jahren jeweils 1,5 Millionen Euro für die Universität aufwenden. Weitere finanzielle Unterstützung leisten Sponsoren. Koch bezeichnete Hessen als "Vorreiter" in dieser Form der internationalen Wissenschafts-Kooperation.

Die vietnamesisch-deutsche Universität soll vom Konzept her die Stärken deutscher Hochschulen mit der Nachfrage in Vietnam verbinden. Die fachliche Ausrichtung liege zunächst schwerpunktmäßig auf den Ingenieur-, Wirtschafts- und Gesundheitswissenschaften.

Die Studienprogramme werden auf Englisch und Deutsch unterrichtet. Für die Studenten sind neben Sprachunterricht auch Aufenthalte in oder Kooperationen mit Deutschland geplant. Der Abschluss an der vietnamesisch-deutschen Universität soll auch in Deutschland anerkannt werden. Somit ist die Tür für vietnamesische Gesundheitswissenschaftler nach Europa aufgestoßen.

In der Hauptstadt Hanoi legte Koch den Grundstein für eine neue Produktionsstätte des Medizinprodukteherstellers B. Braun Melsungen. Die Investitionen belaufen sich nach Firmenangaben auf insgesamt rund 47 Millionen US-Dollar.

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