Kommentar zum Teleprojekt in Sachsen

Vom Projekt in die Breite

Ein neues Tele-Projekt soll die Betreuung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in unterversorgten Gebieten in Sachsen wohnortnah sicherstellen. Es ist ein Positivbeispiel, doch beinhaltet eine Krux.

Von Daniel Burghardt Veröffentlicht:

Tele – ein Präfix von vier Lettern steht für die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Dabei geht es im Moment jedenfalls oft nur um eine Insellösung nach der anderen, welche jede für sich die Verbesserung der Patientenversorgung reklamiert. Und viele davon sind bislang nur Pilot- und Modell-Projekte.

Eins davon soll die Betreuung von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen in unterversorgten Gebieten in Sachsen wohnortnah sicherstellen. Dazu kooperiert ein Pirnaer Kinder- und Jugendpsychiater mit anderen Disziplinen und versorgt junge Patienten in Zweigpraxen per Videosprechstunde, um sie im familiären Umfeld zu belassen.

Auch weite Anfahrtswege werden dadurch verkürzt. Ein löblicher Ansatz gerade in der Region Weißwasser, die mit 41 Prozent nach Angaben der KV Sachsen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie deutlich unterversorgt ist.

Die Krux: Patienten außerhalb der sächsischen Modellregionen profitieren einstweilen nicht von dem Projekt. Damit wären wir bei der nächsten auffälligen Begrifflichkeiten: So sei das Projekt eines der „ersten“, sagt Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch. Von einem „einmaligen“ Modell spricht Psychiater Martens.

Klar ist: Erst wenn solche Projekte nicht mehr einzigartig sind, sind sie für alle Patienten in der Breite angekommen. Das Modell in Sachsen ist ein Positivbeispiel, doch nur ein weiterer Schritt von vielen.

Lesen Sie dazu auch: E-Health konkret: Psychisch kranke Kinder erhalten Hilfe per Telemedizin

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Der positive Jahresrückblick

Diese guten Nachrichten gab es 2025 im Gesundheitswesen

Das könnte Sie auch interessieren
Innovationsforum für privatärztliche Medizin

© Tag der privatmedizin

Tag der Privatmedizin 2025

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer und Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, hofft, dass das BMG mit der Prüfung des Kompromisses zur GOÄneu im Herbst durch ist (Archivbild).

© picture alliance / Jörg Carstensen | Joerg Carstensen

Novelle der Gebührenordnung für Ärzte

BÄK-Präsident Reinhardt: Die GOÄneu könnte 2027 kommen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München
Dr. Tino Großmann, Senior Vice President Connectivity bei der CompuGroup Medical

© CGM

„ÄrzteTag extra“-Podcast

„Die eAU wird der entscheidende Meilenstein sein“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: CompuGroup Medical
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zum Jahresstart

Das ändert sich 2026 für Praxen

Gebrechliche Patienten

Hüft-Operation bei Herzpatienten: Wie sich Risiken minimieren lassen

Sie fragen – Experten antworten

Polio und Diphterie: Impfen bleibt zentraler Baustein

Lesetipps
Eine Person hält drei Figuren in den Händen

© Suriyo/stock.adobe.com

Man kann nicht nicht führen

Mitarbeiterführung in der Arztpraxis: Tipps für Praxisinhaber

Frau telefoniert

© Matthias Balk / picture alliance

Kontakt mit Patienten

Arztpraxis ohne Telefon: Kann das funktionieren?