Wann fließt Geld für Telemedizin?

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Neue Koalition will Finanzierung von Telemonitoring voranbringen

DÜSSELDORF (ger). Die neue Bundesregierung will die Fernüberwachung chronisch kranker Patienten voranbringen. Im kommenden Jahr sollen Entscheidungen fallen, wie eine Finanzierung des Telemonitorings machbar ist.

Bei der Medica hat Dr. Rolf Koschorrek (CDU), Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Gesundheitsausschusses, angekündigt, im nächsten Jahr nach Finanzierungslösungen für eine Fernbetreuung von Patienten zu suchen. "Das Geld müssen wir politisch zur Verfügung stellen, das wird uns aber nicht schwerfallen", sagte Koschorrek bei einer Veranstaltung des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) auf dem Messegelände in Düsseldorf.

"Wir werden einen extremen Anstieg der Überwachung chronisch Kranker haben", erläuterte Koschorrek. Man werde aber - wie bei Medikamenten - um eine Kosten-Nutzen-Bewertung auch der telemedizinischen Verfahren nicht herum kommen. "Außerdem müssen wir Dinge, die sich überlebt haben, aus den Leistungskatalogen herausnehmen", so der CDU-Abgeordnete.

Die Industrie und auch beteiligte Ärzte und Kliniken drängen seit Jahren darauf, dass Verfahren der Fernüberwachung in die Regelversorgung übernommen und dann auch von den Krankenkassen finanziert werden - nicht nur in Einzelverträgen. Die Fernbetreuung von Herzschrittmacher- und Defibrillator-Patienten beispielsweise ist deutlich günstiger und auch organisatorisch leichter zu bewältigen als die Überprüfung der Geräte in der Praxis. Freilich fehlt bisher das Geld, um die dafür erforderliche Infrastruktur zu finanzieren.

Sinnvolle Telemonitoring-Anwendungen seien etwa die Überwachung bei Herzrhythmusstörungen, bei Herzinsuffizienz, bei KHK, Hypertonie und die Implantatüberwachung, sagte Professor Stefan Sack von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Auch die Compliance der Patienten bei der Medikamenteneinnahme lasse sich damit fördern.

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