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Warnstreiks an Vivantes-Kliniken geplant

Zuspitzung im Tarifkampf: Dem Berliner Klinikverbund Vivantes drohen an mehreren Standorten ganztägige Warnstreiks.

Thorsten SchaffVon Thorsten Schaff Veröffentlicht:
Eine Aufnahme vom Warnstreik im Vivantes-Klinikum Neukölln im Februar 2010: Jetzt droht dem Haus erneut eine Arbeitsniederlegung.

Eine Aufnahme vom Warnstreik im Vivantes-Klinikum Neukölln im Februar 2010: Jetzt droht dem Haus erneut eine Arbeitsniederlegung.

© Robert Schlesinger / dpa

BERLIN. Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst wollen Mitarbeiter der Berliner Klinikkette Vivantes in den Warnstreik treten - und zwar am Mittwoch, 21. März. Das berichtet der "Tagesspiegel" in seiner Samstagsausgabe.

Gegenüber der "Ärzte Zeitung" wollte die Gewerkschaft Verdi keinen Kommentar dazu abgeben. Eine Sprecherin von Vivantes sagte der "Ärzte Zeitung": "Wir gehen davon aus, dass es Warnstreiks bei Vivantes geben wird. Wann und wo ist uns aber nicht bekannt."

Op-Mitarbeiter wollen Arbeit niederlegen

Wie der "Tagesspiegel" meldet, plant die Gewerkschaft am Mittwoch eine ganztägige Arbeitsniederlegung an drei Kliniken - nämlich in den Häusern in Neukölln, Spandau und Friedrichshain.

Dem Bericht zufolge wollen die Op-Schwestern und -Pfleger zur Frühschicht in den Warnstreik treten.

"Sollte es einen Streik geben, ist die Versorgung der Patienten dennoch gesichert", betonte Vivantes. An jenem Tag würden dann aufschiebbare Operationen verschoben.

Differenzen beim Gehalt

Am 13. März waren die Tarifverhandlungen für die zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen erneut gescheitert. Daraufhin rief die Gewerkschaft zu Warnstreiks auf. Eine dritte Verhandlungsrunde findet am 28. und 29. März statt.

Knackpunkt ist das Gehalt. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die Arbeitgeber haben ein Gehaltsplus von 3,3 Prozent vorgeschlagen - in einem Stufenmodell: Ab Mai 2,1 Prozent und ab März 2013 weitere 1,2 Prozent.

Dieses Angebot lehnt die Gewerkschaft ab, es sei weder in der Höhe, der Laufzeit noch in der Struktur akzeptabel. "Nach einem Jahrzehnt der Reallohnverluste wollen die öffentlichen Arbeitgeber ihren Beschäftigten weitere zwei Jahre Einkommenseinbußen zumuten", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske.

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