Statistik

Weniger Anerkennungen ausländischer Berufsabschlüsse im Corona-Jahr

Der stark positive Trend bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wurde 2020 gebremst: Das Plus gegenüber 2019 fiel deutlich geringer als in den Vorjahren aus, so das Statistische Bundesamt.

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Gesundheits- und Krankenpfleger mit Migrationshintergrund.

Auch 2020 erfolgte die große Mehrheit der Anerkennungen noch im abzulösenden Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger. (Symbolbild)

© rawpixel.com / stock.adobe.com

Wiesbaden. 29.900 ausländische Abschlüsse wurden 2020 in Deutschland im Bereich der medizinischen Gesundheitsberufe anerkannt. Das sind acht Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor, so das Statistische Bundesamt. Der starke positive Trend der Vorjahre wurde damit offenbar coronabedingt deutlich gebremst: 2019 hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr noch bei 24 Prozent gelegen, 2018 bei 27 und 2017 bei 19 Prozent.

Seit 2020 sind in Deutschland die Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege zum einheitlichen Berufsbild der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns zusammengeführt worden.

Krankenpflege liegt vorn

Die große Mehrheit der Anerkennungen erfolgte 2020 noch im abzulösenden Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger (15.500), allerdings wurden bereits die ersten 800 Anerkennungen im neuen Beruf Pflegefachfrau/-mann registriert. In den beiden weiteren auslaufenden Berufen Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger wurden 400 und im Beruf Altenpfleger/-in noch 100 Qualifikationen anerkannt.

Die Liste der am häufigsten anerkannten Berufe hat sich im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert: Sie wird weiterhin angeführt vom Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15.500 Anerkennungen. Mit deutlichem Abstand folgten die Berufe Arzt mit 7600, danach die länderrechtlich geregelten Berufe Ingenieur mit 2500, Lehrer mit 2100 und Erzieher mit 1200 Anerkennungen.

Am 1. März 2020 trat das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Es regelt die Einwanderung von Fachkräften nach Deutschland und sieht etwa beschleunigte Verfahren bei der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen vor. (KNA)

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