Jugendliche befragt

Weniger Angst vor Krankheit

Der Wertewandel bei Jugendlichen macht auch vor dem Thema Gesundheit nicht Halt.

Veröffentlicht: 16.10.2019, 14:23 Uhr

Berlin . Die Angst vor Krankheit nimmt unter Deutschlands Jugendlichen ab. Gleichzeitig steigt ihr Gesundheitsbewusstsein – und damit verbunden eine Wertorientierung, die für eine bewusste Lebensführung steht.

Das zeigen die am Dienstag in Berlin veröffentlichten Ergebnisse der 18. Shell-Jugendstudie „Eine Generation meldet sich zu Wort“.

Damit stützt die Studie, was auch ein Blick auf die Straßen und in die Nachrichten der Republik erahnen lässt: Viele Jugendlichen legen inzwischen Wert auf eine deutliche bewusstere Lebensführung, ihre Ansprüche an eine nachhaltige Gestaltung von Umwelt und Gesellschaft artikulieren sie deutlich und vernehmbar.

Für 80 Prozent ist Gesundheitsbewusstsein wichtig

Auch wenn es vor allem die Angst vor Umweltverschmutzung ist, die die Jugendlichen laut werden lässt, so ist ihnen ihre Gesundheit nicht minder wichtig.

Immerhin rund 80 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen Gesundheitsbewusstsein wichtig ist. Damit ist dieses ungefähr gleich wichtig wie der jugendliche Wunsch nach Unabhängigkeit, die Bedeutung von Fleiß und Ehrgeiz sowie der Lebensgenuss.

Umwelt-, Klima- und Gesundheitsbewusstsein sowie eine bewusste Lebensführung gehen laut Autoren der Studie Hand in Hand mit dem Wunsch, sich bei Entscheidungen auch von seinen Gefühlen leiten zu lassen.

Terrorangst abgelöst

In der vergangenen Studie aus dem Jahr 2015 hatte noch die Angst vor Terroranschlägen vorn gelegen. Dieses Thema ängstigt nach der jüngsten Befragung heute noch zwei Drittel der jungen Menschen. Der Untertitel der Studie lautet: „Eine Generation meldet sich zu Wort“.

Trotzdem bezeichnet sich weniger als die Hälfte der Befragten als politisch interessiert oder stark interessiert. Rund 80 Prozent sind demnach mit der Demokratie in Deutschland zufrieden. Besonders in Ostdeutschland habe sich die Zufriedenheit stark erhöht.

Für die repräsentative Studie wurden 2572 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. (mu)

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