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KV Nordrhein

Zahl der Hausbesuche nimmt seit 2012 zu

Nach einer Auswertung der KV fahren Hausärzte im Vergleich zu 2012 häufiger zu Hausbesuchen.

Veröffentlicht:

KÖLN. Der in der Öffentlichkeit häufig erweckte Eindruck, die niedergelassenen Ärzte würden immer weniger Hausbesuche machen, ist falsch. Das zeigen zumindest die Daten der KV Nordrhein (KVNo).

Nach einer Auswertung der KVNo hat sich die Zahl der Hausbesuche von 2012 bis 2017 erhöht. In den ersten drei Quartalen 2012 hatten die Hausärzte rund 1,98 Millionen Hausbesuche abgerechnet, bei den Fachärzten waren es 430.000. Fünf Jahre später registrierte die KVNo 2,17 Millionen Besuche bei den Hausärzten und 468.000 bei den Fachärzten.

Die Hausbesuche im Rahmen des Notdienstes sind dabei nicht einbezogen. Bei den Hausärzten stieg die durchschnittliche Zahl der Hausbesuche von wöchentlich 8,0 auf 8,6. Die KVNo hat die Erhebung nicht nach Stadt und Land unterschieden. Sie geht aber davon aus, dass die Ärzte auf dem Land häufiger Patienten zu Hause besuchen als in den Städten, nicht zuletzt wegen des geringeren Angebots an öffentlichem Nahverkehr in ländlichen Regionen.

In den ersten drei Quartalen 2017 verzeichnete die KVNo rund 50 Millionen Behandlungsfälle. Die Hausbesuche machten damit gut fünf Prozent der gesamten Behandlungsfälle aus. Die KV-Auswertung zeigt auch, dass die niedergelassenen Ärzte in den vergangenen Jahren nicht nur selbst mehr Hausbesuche übernommen haben, sondern zusätzlich auch vermehrt nichtärztliches Praxispersonal für diese Tätigkeit eingesetzt haben.

Von 2015 bis 2017 ist die Zahl der Haus- und Heimbesuche durch nichtärztliche Praxisassistentinnen (NäPa, GOP 03062 und 03063) von 82.228 auf 130.673 gestiegen. Bei den Medizinischen Fachangestellten (bis 2/2016 GOP 40.240 und 40.260, danach 38.100 und 38105) gab es dagegen einen Rückgang von 188.076 auf 179.158.

Die KVNo sieht die steigende Bedeutung der NäPa als Hinweis darauf, dass sich aufgrund der neuen Abrechnungsmöglichkeiten der Anreiz für niedergelassene Ärzte erhöht hat, mehr EVAs und Co. auszubilden.(iss)

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