Kommentar zum Weiterbildungskonzept

Zahlen, die Mut machen

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Es ist keine glänzende Erfolgsstory, die der Evaluationsbericht über die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin für das Jahr 2011 erzählt. Aber es sind ermutigende Zahlen. Mit 3483 Ärzten, die im Berichtsjahr ihre ambulante Weiterbildung in der Allgemeinmedizin absolviert haben, stieg die Zahl um knapp sieben Prozent.

Mit fast 82 Millionen Euro wuchs zudem die Fördersumme, die je zur Hälfte von den KVen sowie von GKV und PKV getragen wird, um fast sechs Millionen. Nimmt man diese Eckdaten, dann hat die seit 2010 neu strukturierte Förderung der Weiterbildung ihren Praxistest bestanden.

Viel wichtiger als die nackten Zahlen dürfte aber für den ärztlichen Nachwuchs die Arbeit der Koordinierungsstellen sein, die seit 2010 in allen Regionen etabliert werden. Bislang galt: Wer Hausarzt werden wollte, musste sich allerorten gegen Widerstände durchboxen. "Hausarzt werden? Besser nicht", hieß oft der "Ratschlag".

Am Ende standen bislang abstrus lange Weiterbildungszeiten von mehr als neun Jahren. In diesem Dschungelcamp der Weiterbildung können die Koordinierungsstellen Leuchttürme der Orientierung sein.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die einzelnen Länder sind auf diesem Weg unterschiedlich schnell und unterschiedlich erfolgreich.

Lesen Sie dazu auch: Allgemeinmedizin: Weiterbildungskonzept wirkt

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