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Fachgleiche MVZ

Zahnärzte sind überhaupt nicht begeistert

Für Zahnärzte rechneten Experten mit einer Welle von Gründungen fachgleicher MVZ. Diese bleibt aber aus, so eine Analyse.

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BERLIN. Seit rund zehn Monaten können Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten nun fachgleiche Medizinische Versorgungszentren gründen. Doch bislang machen sie von dieser Möglichkeit weniger Gebrauch als erwartet. Das stellt der Bundesverband der Medizinischen Versorgungszentren (BMVZ) fest.

Der Verband hatte vor allem bei Zahnärzten und Psychotherapeuten mit einer Gründungswelle fachgleicher MVZ gerechnet. Im zahnärztlichen Bereich nehmen die KZBV und der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) jedoch eher ablehnende Positionen gegenüber der neuen Möglichkeit der Berufsausübung ein. Der FVDZ hat in der vergangenen Woche bei seinem Zahnärzte-Sommerkongress auf Usedom eine "erhebliche Ungleichbehandlung von niedergelassenen Zahnärzten und MVZ durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz" kritisiert. Der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader forderte "Waffengleichheit" zwischen MVZ und der Einzelpraxis sowie den klassischen Kooperationsformen.

Im ärztlichen und psychotherapeutischen Bereich verlaufen die fachgleichen MVZ-Gründungen regional sehr unterschiedlich. Nach Angaben des BMVZ bewegen sie sich im Gebiet der KV Brandenburg im einstelligen Bereich. In Berlin dagegen tendiert die Zahl fachgleicher MVZ schon gegen 30. Unter den fachgleichen Neugründungen in Berlin sind viele psychotherapeutische und fachärztliche MVZ.

Doch handelt es sich insgesamt bei den fachgleichen MVZ in der Hauptstadt bislang überwiegend nicht um Neugründungen, sondern um die Umwandlung bestehender Strukturen. Vor allem Berufsausübungsgemeinschaften, die als GbR begonnen haben, nutzen laut BMVZ die Möglichkeit, sich in eine fachgleiche MVZ GmbH zu verwandeln. Das hat nicht nur haftungsrechtliche Vorteile, sondern kann laut Verband auch dann sinnvoll sein, wenn ein Arzt kooperieren, dabei aber gern allein das Sagen haben will. Dies und aktuelle MVZ-Entwicklungen diskutiert der Verband beim Kongress "Wo ist mein Arzt? Strukturen im Wandel" am 8. Juni in Potsdam. (ami)

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