Versorgungswerke

Zeit üppiger Anpassungen ist vorbei

Die Politik des billigen Geldes zehrt auch an der Altersvorsorge niedergelassener Ärzte. Der Verband der Versorgungswerke übt sich unterdessen in demonstrativer Gelassenheit.

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BERLIN. Ist die Altersvorsorge von Ärzten, Apothekern und Rechtsanwälten in Gefahr? Keinen Grund zur Panik sieht die Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV).

"Kein Versorgungswerk wackelt", ließ Vorstandschef Hartmut Kilger verlauten und bekräftigte damit eine im Wochenmagazin "Der Spiegel" gemachte Aussage.

Das Magazin hatte berichtet, wie die einstige Ertragskraft der Versorgungswerke unter der Finanzmarktkrise und der Politik des billigen Geldes leidet. Teilweise ist von Rentenkürzungen um 30 Prozent die Rede.

Kilger erklärte dazu, der Verband habe schon vor Jahren darauf hingewiesen, "dass die Zeit üppiger Rentenanpassungen vorbei" sei. Allerdings gebe es keinen Grund, über wirtschaftliche Schwierigkeiten der Versorgungswerke zu spekulieren.

2011 erzielten die bundesweit 89 Versorgungswerke der Kammerberufe eine Verzinsung ihres Anlagevermögens von vier Prozent. Im Jahr zuvor betrug die Verzinsung noch fünf Prozent. Humanmediziner stellen mit mehr als 360.000 Mitgliedern die weitaus größte Versichertengruppe dar.

Da die Versorgungswerke ihre Geldanlage ähnlich den Grundsätzen der Lebensversicherungen ausrichteten, so ein Sprecher der ABV, werde sich auch die Verzinsung parallel entwickeln.

In dem "Spiegel"-Bericht freilich wird die Erwartung, in den kommenden Jahren mit drei bis vier Prozent Verzinsung kalkulieren zu können, als zu optimistisch kritisiert. (cw)

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