Gesundheitskarte

gematik will Ärzte weiter im Boot haben

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KÖLN. Die gematik - Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte hofft auf eine weitere konstruktive Mitarbeit der niedergelassenen Ärzte beim Projekt Telematikinfrastruktur/elektronische Gesundheitskarte.

"Es ist wichtig, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung weiter die Interessen der Ärzte einbringt", sagte eine Sprecherin der Gesellschaft. Die Expertise der KBV werde in der gematik gebraucht.

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) hatte einen Antrag verabschiedet, der die KBV zum Verlassen der gematik auffordert. Damit hatten die KVNo-Delegierten ihren Ärger über eine mangelnde Berücksichtigung der Belange der niedergelassenen Ärzte zum Ausdruck gebracht.

Die Antragsteller hatten darauf verwiesen, dass sich die KBV erst vor Kurzem in der Gesellschafterversammlung mit zwei Anträgen nicht habe durchsetzen können: mit der Verpflichtung der Krankenkassen, in ihren Filialen Patiententerminals für das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) aufzustellen, und mit der Festschreibung der Freiwilligkeit des Online-VSDM für niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten und Zahnärzte.

Anträge nicht abgelehnt

Die beiden Anträge seien nicht abgelehnt, sondern von der KBV wieder zurückgezogen worden, berichtete die gematik-Sprecherin. Es werde noch geprüft, ob die Patiententerminals Teil der Telematikinfrastruktur seien und die gematik ihre Aufstellung überhaupt beschließen könne.

Da die Verpflichtung der Leistungserbringer zum Online-VSDM gesetzlich vorgeschrieben sei, könne die gematik sie gar nicht aufheben.

Die KBV vertrete in den Gremien der gematik die klaren Beschlüsse ihrer Vertreterversammlung, sagte KBV-Sprecher Dr. Roland Stahl. "Im Übrigen diskutieren wir gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen die Weiterentwicklung der IT-Strategie."

Es ist wahrscheinlich, dass die Thematik auch die KBV-Vertreterversammlung am 27. Mai in Hannover beschäftigen wird. (iss)

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