synlab: Lohnender Kampf gegen Krankenhauskeime

Der Labordienstleister synlab stärkt mit einer Mehrheitsbeteiligung sein Standbein in der Krankenhaushygiene.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

AUGSBURG/FREIBURG. Die Labordienstleistergruppe synlab, nach eigenen Angaben einer der europaweit führenden Anbieter in diesem Segment, baut ihre Serviceangebote für Krankenhäuser weiter aus.

Mit der Erhöhung der Anteile am Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH) in Freiburg auf 51 Prozent könne sie Kliniken und ambulanten Gesundheitszentren über die bestehende Palette hinaus ein umfassendes Dienstleistungspaket rund um Hygieneberatung und Infektionsprävention anbieten. 34 Prozent liegen in der Hand der drei leitenden Ärzte und einer Hygienefachkraft. Die Uniklinik Freiburg ist mit 15 Prozent beteiligt.

Das BZH ist nach Auskunft von synlab in Deutschland wie auch in der Schweiz Marktführer bei der externen Hygieneberatung von Krankenhäusern und Gesundheitszentren. Es unterstütze die Einrichtungen bei der Einführung und Kontrolle geeigneter Maßnahmen, die zur Senkung des Infektionsrisikos durch Krankheitserreger beitragen.

Ein weiterer Aspekt sei es, Kosten zu senken, indem Ausgaben für unnötige Investitionen vermieden werden. Darüber hinaus würden das medizinische Personal umfassend geschult und Erhebungen zur Zahl und Art der Infektionen durchgeführt.

Die 40 Mitarbeiter des BZH würden mehr als 600 Einrichtungen in Deutschland und der Schweiz beraten. "Wir rechnen für die kommenden Jahre mit einem deutlich wachsenden Markt und planen eine weitere Steigerung unseres Umsatzes -2010: 2,6 Millionen Euro. Auch die Zahl der derzeit 14 Niederlassungen soll mittelfristig weiter steigen", sagte der BZH-Geschäftsführer Dirk Welsch.

"Die Beteiligung am BZH ist Teil unserer Strategie, Krankenhäusern und ambulanten Zentren umfassende Angebote für ein effizientes und wirtschaftliches Gesundheitsmanagement zu unterbreiten", sagte synlab-Geschäftsführer Dr. Bartl Wimmer. Mit der Hygieneberatung des BZH könne das synlab-Netzwerk sein Angebot sinnvoll abrunden, das neben der Laboranalyse unter anderem auch Transfusionsmedizin, molekulare Onkologie und Beratung im Qualitätsmanagement umfasse.

"Mit professionell implementierten und überwachten Hygienemaßnahmen können Krankenhäuser das Risiko von Infektionen deutlich senken", erläutert Dr. Ernst Tabori, Ärztlicher Direktor und Gesellschafter des BZH. Seinen Aussagen zufolge treten in deutschen Kliniken pro Jahr 500.000 bis 600.000 nosokomiale Infektionen auf.

Etwa ein Drittel könne durch konsequente Anwendung effizienter Hygieneregeln vermieden werden. In Folge ließe sich auch vielen Todesfällen vorbeugen, die zunehmend durch multiresistente Keime verursacht werden. "Ein fachkundiges Antibiotika-Management kann hier wirksam gegensteuern", so Tabori.

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