Wie die Klimaerwärmung auf die Gesundheit der Menschen wirkt

Hitzewellen erhöhen die Sterberate und Überträger von Krankheitserregern wandern ein.

Von Hans Schweisfurth Veröffentlicht:
Steigende Temperaturen begünstigen neue Infektionserreger.

Steigende Temperaturen begünstigen neue Infektionserreger.

© Lulu Berlu / fotolia.com

DÜSSELDORF. Klimawandel ist derzeit eines der wichtigsten Themen.

Änderungen des Ökosystems durch Erwärmung mit Anstieg des Meeresspiegels sowie Zunahme extremer Wetterereignisse haben auch Auswirkungen auf die Gesundheit.

Ozonbelastung, Air Pollution, Hitzewellen und Überschwemmungen verursachen eine erhöhte Morbidität und Mortalität durch nichtinfektiöse und infektiöse Erkrankungen.

Millionen Menschen werden gesundheitlich von der globalen Erwärmung betroffen sein.

Allgemein werden mehr Todesfälle, Krankheiten und Verletzungen durch Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Brände und Dürren erwartet

Multimorbide und ältere Menschen sind besonders betroffen

Herz-Kreislauf-, Lungen- und allergische Erkrankungen sowie infektionsbedingte Krankheiten werden aufgrund des Klimawandels zunehmen. Besonders multimorbide und ältere Menschen sind betroffen, da bei ihnen oft die Temperaturregulation versagt.

Damit erhöht sich das Risiko für einen Hitzschlag oder eine Herzerkrankung. Während der Hitzeperiode 2003 wurde in neun europäischen Städten eine erhöhte Mortalität festgestellt. Der Hitzewelleneffekt war stärker bei den über 75 -Jährigen nachweisbar. In allen Städten war die Mortalität bei Frauen größer als bei Männern.

Die globale Erwärmung erhöht die Schadstoffbelastung der Außenluft in Ballungsgebieten. So steigen bei Hochdruckwetterlagen und Hitzeperioden die Konzentrationen von Ozon und partikelförmigen Schadstoffen stark an, so dass Asthmatiker und COPD-Kranke erheblich gefährdet sind.

Allergien nehmen zu und Infektionen breiten sich aus

Die Häufigkeit von Allergien hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Eine Teilursache wird in der globalen Temperaturerhöhung gesehen. Folgen sind eine Verlängerung der Pollenflugzeiten und die Einwanderung neuer Pflanzenarten wie zum Beispiel Ambrosia mit hohem allergenem Potenzial.

Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen auch Infektionserreger. Gefahr droht in erster Linie von Erregern, die von Insekten, Nagetieren oder Vögeln übertragen werden, da deren Infektionspotenzial in besonderem Maße von Klimaeinflüssen abhängt.

Durch den Klimawandel breiten sich Gelbfieber, Dengue-Fieber und Malaria in vielen Regionen der Erde zunehmend aus. Es wird angenommen, dass durch die globale Erwärmung solche Erreger auch in gemäßigte Zonen vordringen.

In Deutschland wurde 2007 erstmals die sogenannte Tigermücke nachgewiesen, die das Chikungunyafieber überträgt. Der Klimawandel kann dazu führen, dass auch bei uns Ausbrüche von Infektionskrankheiten zu befürchten sind, deren Verbreitung früher auf tropische und subtropische Regionen beschränkt war.

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