Direkt zum Inhaltsbereich

Die Pille für drei Monate am Stück bringt Vorteile

HAMBURG (awa). Bei der oralen Empfängnisverhütung zeichnet sich ein neuer Trend ab: Statt die Pille 21 Tage einzunehmen und dann sieben Tage Pause zu machen, kann sie jetzt auch durchgehend eingenommen werden. Mit einem solchen Langzyklus vermindern sich zyklusabhängige Beschwerden wie Brustspannungen, Ödeme und Hautveränderungen stärker als bei der Einnahme im Monatszyklus.

Veröffentlicht:

Für den Langzyklus geeignet seien monophasische Mikropillen wie Yasmin®, die drei Milligramm des neuartigen Gestagens Drospirenon und 30 Mikrogramm Ethinylöstradiol enthält, sagte Privatdozent Martin Sillem aus Neuwied beim Gynäkologen-Kongreß in Hamburg. Eine Umfrage bei Frauen habe ergeben, daß viele statt des konventionellen Monatszyklusses eine dreimonatige Einnahme mit einer anschließenden siebentägigen Pillenpause bevorzugen.

In einer sechsmonatigen Beobachtungsstudie mit 1433 Frauen, die entweder das erste Mal mit der Mikropille verhüteten oder darauf wechselten, sei auch der Langzyklus mit diesem Präparat untersucht worden, berichtete Sillem auf einem Symposium von Schering. 175 Frauen wählten die Einnahme über 63 bis 126 aufeinanderfolgende Tage. So verringerten sich Brustspannen bei 49 Prozent und Ödeme bei 50 Prozent der Frauen, die die Pille im Langzyklus einnahmen, im Vergleich zu 34 und 40 Prozent bei den Frauen, die eine monatliche Einnahmepause machten.

Auch Akne und Ödeme kamen im Langzyklus seltener vor. Nach Sillems Angaben dauerte die Entzugsblutung nach Langzeitzyklus nicht länger und war nicht stärker als die im Monatszyklus. Im Langzyklus kamen allerdings bei 15 Prozent der Frauen Zwischenblutungen vor im Vergleich zu sechs Prozent bei den Frauen mit Pilleneinnahme im Monatszyklus.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Signifikante Assoziation

Begünstigen Gichtanfälle tachykarde Arrhythmien?

Nicht jede Diarrhoe geht von allein

Akuter Durchfall: Wann mehr als Teefasten nötig ist

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zähneknirschen

Wann Hausärzte an Bruxismus denken sollten – und was dann zu tun ist

Lesetipps
Arzt füllt Rezept aus

© Bernhard Schmerl / stock.adobe.com

Verordnungen

Praxisbesonderheiten werden erst bei neuen Vereinbarungen abgeschafft

Blutgefäß mit Thrombose.

© Tinttrex / stock.adobe.com / Generated with AI

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht