Ärzte Zeitung, 28.10.2004

GEBRÄUCHLICHE UND NEUE ANTIBIOTIKA

Praktische Tips zur Antibiotika-Therapie

Audiovisuelle Fortbildung mit "Ärzte Zeitung Online" und QÄF!

Jeder Vertragsarzt muß bis Mitte 2009 insgesamt 250 CME-Punkte sammeln. "Ärzte Zeitung Online" und QÄF, der Verein Qualitätsgesicherte Ärztliche Fortbildung, bieten eine Internet-Plattform zur audio-visuellen Fortbildung an.

Mehr Infos zur Fortbildung
finden Sie hier 

Wann genügt ein Penicillin, wann ist ein modernes Fluorchinolon nötig? Professor Dieter Adam aus München gelingt es, einen guten Überblick über Einteilung und Indikation der verschiedenen Antibiotika zu geben. Er erläutert in seinem Vortrag die Wirkweise der einzelnen Antibiotika und gibt Tips zu ihrer Anwendung.

"Seit es Antibiotika gibt, kennen wir das Problem der Resistenzentwicklung", beginnt Adam seinen Internet-Vortrag "Gebräuchliche und neue Antibiotika". Obwohl dieses Problem so alt ist, scheint es jedoch noch lange nicht gelöst. Grund ist ein oft sehr unkritischer Gebrauch der Antibiotika. Deshalb ist dieser Vortrag nicht nur eine gute Möglichkeit, Fortbildungspunkte zu sammeln, er hat auch direkte Konsequenzen für den Mediziner-Alltag.

Bevor Adam detailliert die einzelnen Antibiotika-Klassen vorstellt, gibt er dem Zuhörer praktische Informationen an die Hand, mit denen er den Begriff Resistenz besser verstehen kann: Etwa die Definition von minimaler Bakterizider Konzentration (MBK) und minimaler Hemmkonzentration (MHK). Und wenn Sie Adams Vortrag gehört haben, dürfte das Ergebnisprotokoll aus dem Labor mit Formulierungen wie eine MHK90 von 20 mg/l kein Problem mehr für Sie sein. Etwas exotischer sind vorgestellte Begriffe wie Persister oder post-antibiotischer Effekt, aber Adam weiß auch hier präzise und einfach zu erklären, worum es sich dabei handelt.

Sind diese Begriffe geklärt, erläutert Adam die verschiedenen Hemmwirkungen von Antibiotika mit Beispielen. Er gibt Hinweise, wann ein bestimmtes Mittel nötig ist und worauf zu achten ist - das etwa bei rascher Penicillin-Infusion ZNS-Symptome als unerwünschte Wirkung auftreten können. Ein Tip: "Wenn Sie Aminopenicilline verordnen, sagen Sie den Patienten: Viel trinken! So wird der Wirkstoff besser resorbiert."

Wenn es um neue Antibiotika geht, appelliert Adam an die Vernunft der Ärzte: "Sie sollten die Substanzen nicht nur einsetzten, weil sie halt neu sind!" Die Indikation müsse sehr streng gestellt werden. Bei einer Atemwegsinfektion sollten moderne Fluorchinolone erst dann an die Reihe kommen, wenn die Therapie mit einem Penicillin oder einem Makrolid nicht genügend wirkt. Adam berichtet auch über den Umgang mit Antibiotika in andern Ländern. Auf die CME-Frage "Wer sind die größten Antibiotikaverbraucher in Europa?" gibt es die Antwort bei der QÄF-Akademie! (sko)

Den Vortrag, für den es zwei CME-Punkte gibt, finden Sie bei www.qaef-akademie.de unter "Online Kurse" - "Infektiologie" - "Gebräuchliche und neue Antibiotika".

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