Ärzte Zeitung, 04.06.2004

Zahl gespendeter Organe gestiegen

NEU-ISENBURG (eb). Zwar ist in Deutschland die Zahl der Menschen, die nach dem Tode ihre Organe gespendet haben, im vergangenen Jahr von 12 (2002) auf 14 pro eine Million Einwohner gestiegen. Doch noch immer fehlen Spenderorgane.

Darauf hat aus Anlaß des morgigen Tages der Organspende die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hingewiesen. Ihren Angaben zufolge warten zur Zeit etwa 12 000 Menschen auf ein Organ.

Bedarf an Spenderorganen weiter nicht gedeckt
Fast doppelt so viele Organe wie tatsächlich vorhanden werden benötigt, um den Menschen auf der Warteliste zu helfen.

Die durchschnittliche Wartezeit bis zu einer Transplantation betrage derzeit bei Nieren fünf Jahre, bei Herzen ein Jahr und bei Lungen eineinhalb Jahre, so Professor Axel Haverich von der Medizinischen Hochschule Hannover. Haverich ist Vorsitzender des Stiftungsrates der DSO.

Obwohl die meisten Menschen in Deutschland eine Organspende befürworten, halten nur wenige Menschen ihre Entscheidung schriftlich in einem Organspende-Ausweis fest, wie die Stiftung mitteilt. Die DSO bietet über die gebührenfreie Rufnummer 0800 / 9 04 04 00 Informationen über die Spende von Organen an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »