Ärzte Zeitung, 28.04.2008
 

Zahl der Abtreibungen in NRW rückläufig

KÖLN (akr). Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent auf 24 500 gesunken. Nach Angaben des Landesamts für Datenverarbeitung und Statistik wurden 90 Prozent der Abtreibungen in gynäkologischen Praxen oder Operationszentren vorgenommen, die übrigen ambulant oder stationär in Kliniken.

"57 Prozent der Frauen hatten vor dem Abbruch bereits mindestens ein Kind geboren", teilte das Landesamt mit. Mehr als die Hälfte der Patientinnen, die einen Abbruch vornehmen ließen, war 18 bis 29 Jahre alt. Mit 1347 Minderjährigen ließen vier sehr junge Frauen weniger die Schwangerschaft unterbrechen als im Vorjahr.

97 Prozent der Abtreibungen erfolgten nach der gesetzlich vorgeschriebenen Schwangerschaftskonfliktberatung. Bei 700 Patientinnen war eine medizinische Indikation Grund für den Abbruch.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

"Super Mario" hält Senioren geistig fit

3D-Computerspiele trainieren die räumliche Orientierung älterer Menschen - und schützen einer Studie zufolge vor Demenz. mehr »

Mehr Qualität beim Ultraschall nötig

Bei Diagnosen im Bauchraum erreicht ein nicht ausreichend qualifizierter Arzt nur eine geringe Treffsicherheit. Anlass für die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin für klare Qualitätsregelungen zu plädieren. mehr »

Das "Gewebefenster" ist wichtig!

Warum nach sechs Stunden keine Thrombektomie mehr veranlassen, wenn es noch gute Chancen auf funktionelle Verbesserungen gibt? Das fragen sich wohl viele Neuroradiologen. mehr »