Akupunktur über Kasse lohnt sich

NEU-ISENBURG (lu). Lohnt sich die Akupunktur bei Kassenpatienten über EBM? Viele Kollegen meinen: Nein! Doch Allgemeinarzt Dr. Dieter Wettig sieht einen Weg: Spezialisierung - und geht ihn selbst konsequent.

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Der Kollege aus Wiesbaden akupunktiert seit 1981, war bei den Modellversuchen von Anfang an dabei. Seine Meinung: Wer Akupunktur für Kassenpatienten anbietet, sollte sich aufs Nadelsetzen konzentrieren. Dann kämen der Ordinations- und Konsultationskomplex sowie die Chroniker- und Erörterungsziffern der Akupunktur zugute. "Das erhöht den Erlös pro Sitzung", sagt der 51-Jährige.

Zudem sollten Akupunkteure auf DMP- oder Hausarztverträge verzichten. Der Grund: Durch solche Verträge binde man vor allem Patienten an sich, "die nicht primär wegen Kreuzschmerzen oder Gonalgie kommen, sondern wegen Diabetes, KHK oder der allgemeinen Versorgung", so Wettig. Diese Patienten machten eine Akupunkturpraxis weniger rentabel und sollten daher zu reinen Hausärzten oder Internisten geschickt werden.

Last but not least bräuchten Akupunkturpraxen kaum Personal. Ohnehin sei es typisch für Ärzte in Deutschland, viele Angestellte zu haben. Wettig arbeitet allein in der gerätelosen Praxis: "So entgehe ich dem Hamsterrad-Effekt."

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Akupunktur ohne Wasserkopf

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