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Frühwarnung für Zyanid

JÜLICH (eb). Jetzt gibt es ein Frühwarnsystem für Zyanid. Wissenschaftler haben einen Biosensor entwickelt, der Zyanid weit unterhalb der Giftigkeitsschwelle schnell und präzise nachweist.

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Zyanid wird mit Hilfe des Enzyms Zyanidase abgebaut. Dieses Enzym hat die Arbeitsgruppe um Professor Michael Schöning vom Forschungszentrum Jülich und das Team von Professor Michael Keusgen von der Universität Marburg mit einem Halbleiterchip verbunden.

Die Forscher erhielten damit für das enzymatisch abgebaute Zyanid ein elektrisches Signal. So lassen sich kleinste Mengen Zyanid nachweisen. Mit Hilfe der Zyanidase wird das Zyanid in Ameisensäure und Ammoniak zerlegt. Dadurch ändert sich der pH-Wert der Lösung. Dies wird vom Halbleiterchip als elektrische Kapazitätsänderung registriert.

Als Wirtsorganismus für die Produktion der Zyanidase diente das Darmbakterium E. coli. Für einen Erwachsenen sind 50 Milligramm Zyanid tödlich; der Sensor spricht auf ein Millionstel davon an.

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