Ärzte Zeitung, 03.07.2006

Rapsöl-Abgase verändern Bakterien-DNA

BRAUNSCHWEIG (dpa). Der Biokraftstoff Rapsöl birgt eventuell Gesundheitsrisiken. In einem Laborversuch mit Bakterien haben die Rapsölabgase zehnmal stärker auf das Erbgut der Mikroorganismen gewirkt als Dieselabgase. Erbgutveränderungen können beim Menschen Krebs verursachen.

Die Wissenschaftler von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig warnen allerdings davor, den Bakterienversuch zu verallgemeinern. Die Untersuchung erfolgte bisher nur mit einem Motor und einer Kraftstoffqualität. Es gebe keine Feldstudie, sondern handele sich um eine Stichprobe.

In Zusammenarbeit mit der Universität Bochum sei an Salmonellen untersucht worden, ob die Abgase die DNA verändern können. Unterschiede zwischen Diesel und Rapsöl gibt es nach Aussage der Forscher vor allem bei Abgasbestandteilen, für die es keine Grenzwerte gibt.

Nach Angaben des ARD-Magazins "Panorama" hat der Verkauf von Rapsöl als Kraftstoff vor stark zugenommen: Speditionen und Landwirte in Deutschland verbrauchten 2005 rund und 213 Millionen Liter.

Topics
Schlagworte
Umweltmedizin (1148)
Krankheiten
Krebs (5147)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

MDK lehnt Pflegeanträge seltener ab

Kommen die Pflegereformen bei den Versicherten an? Neuen Zahlen zufolge fallen weniger Antragssteller durchs Raster und erhalten somit Leistungen. mehr »