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Dicke Kinder haben oft metabolisches Syndrom

NEW HAVEN (slp). 40 bis 50 Prozent der adipösen Kinder haben ein metabolisches Syndrom mit hohem kardialem Risiko, so das Ergebnis einer US-Studie. Auch in Deutschland ist das Syndrom bei dicken Kindern ein wachsendes Problem.

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Die Studie zur Prävalenz des Syndroms mit Hypertonie, Glukosetoleranz- und Fettstoffwechselstörung haben US-Forscher um Dr. Ram Weiss von der Yale University in New Haven gemacht (NEJM 350, 2004, 2362).

439 der Probanden im Alter von vier bis 20 Jahren waren adipös, 31 über- und 20 normalgewichtig. Adipositas wurde - wie bei Kindern üblich - als BMI über der 97. Perzentile definiert, wobei zudem mit einem speziellen Score zwischen moderater und starker Adipositas unterschieden wurde. Die über- und normalgewichtigen Probanden waren die Kontrollgruppe. Es wurden der Blutdruck und etwa die Blutwerte von Glukose, Insulin, LDL und Entzündungsmarkern wie C-reaktivem Protein (CRP) und Interleukin-6 (IL-6) gemessen sowie ein oraler Glukosetoleranztest gemacht.

Von den moderat adipösen Kindern und Jugendlichen hatten 38,7 Prozent, von den stark adipösen gar 49,7 ein metabolisches Syndrom - viel mehr als bisher gedacht. In der Kontrollgruppe war niemand betroffen. Auch die CRP- und IL-6-Werte waren bei den Adipösen erhöht. Bei Erwachsenen weist dies auf ein hohes Atherosklerose-Risiko hin.

Nicht nur in den USA, auch hier steigt die Adipositas-Prävalenz bei Kindern. Viele der Betroffenen haben Glukosetoleranzstörungen, so das Ergebnis einer Studie von Professor Martin Wabitsch aus Ulm.

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