Ärzte Zeitung, 07.10.2005

Aktualisierte Leitlinien zur Adipositastherapie

BERLIN (grue). Zum Auftakt des Adipositas-Kongresses in Berlin hat die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) ein Disease-Management-Programm für Übergewichtige gefordert. Bei der Tagung werden auch aktualisierte Leitlinien vorgestellt.

In nur sieben Jahren (1985 bis 2002) sei die Zahl der Deutschen mit moderater Adipositas von 16 auf 23 Prozent (Männer) und 24 Prozent (Frauen) gestiegen, so Kongreßpräsident Professor Jürgen Scholze aus Berlin. Diese Entwicklung könne langfristig die Lebenserwartung senken. Die DAG wünscht daher ein Disease-Management-Programm "Adipositas".

Der dafür nötige Antrag sei bereits gestellt. Bei der Tagung werden auch aktualisierte Leitlinien zur Prävention und Therapie bei Adipositas verabschiedet. So wird zunächst eine Reduktion des Fettverzehrs empfohlen, dann eine energiereduzierte Mischkost, und wenn beides nicht hilft, der Wechsel zu Formuladiäten.

Präzisiert wurde auch die Bewegungstherapie: Um abzunehmen, muß der Energieverbrauch um mindestens 2500 kcal wöchentlich erhöht werden, das gelingt nur durch mindestens fünf Stunden Bewegung pro Woche, heißt es in den neuen Empfehlungen. Der Kongreß dauert noch bis Samstag.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So alt sind die Ärzte in Deutschland

Fast jeder dritte niedergelassene Arzt in Deutschland ist jenseits der 60. Wir zeigen in Grafiken, in welchen Fachbereichen die Vergreisung besonders stark ist. mehr »

Deutschland will Zuckerberg bezwingen

Zucker versteckt sich in vielen Fertigprodukten. Das erschwert eine gesundheitsbewusste Ernährung, so die Kritik beim 2. Zuckerreduktionsgipfel. Die Politik will eingreifen. mehr »

Riskanter Psychopharmaka-Einsatz in Altenheimen?

Wie oft bekommen Bewohner deutscher Altenheime beruhigende Medikamente? Diese Frage widmet sich eine jetzt Studie. Anscheinend liegt manches im Argen. mehr »