Aktualisierte Leitlinien zur Adipositastherapie

BERLIN (grue). Zum Auftakt des Adipositas-Kongresses in Berlin hat die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) ein Disease-Management-Programm für Übergewichtige gefordert. Bei der Tagung werden auch aktualisierte Leitlinien vorgestellt.

Veröffentlicht:

In nur sieben Jahren (1985 bis 2002) sei die Zahl der Deutschen mit moderater Adipositas von 16 auf 23 Prozent (Männer) und 24 Prozent (Frauen) gestiegen, so Kongreßpräsident Professor Jürgen Scholze aus Berlin. Diese Entwicklung könne langfristig die Lebenserwartung senken. Die DAG wünscht daher ein Disease-Management-Programm "Adipositas".

Der dafür nötige Antrag sei bereits gestellt. Bei der Tagung werden auch aktualisierte Leitlinien zur Prävention und Therapie bei Adipositas verabschiedet. So wird zunächst eine Reduktion des Fettverzehrs empfohlen, dann eine energiereduzierte Mischkost, und wenn beides nicht hilft, der Wechsel zu Formuladiäten.

Präzisiert wurde auch die Bewegungstherapie: Um abzunehmen, muß der Energieverbrauch um mindestens 2500 kcal wöchentlich erhöht werden, das gelingt nur durch mindestens fünf Stunden Bewegung pro Woche, heißt es in den neuen Empfehlungen. Der Kongreß dauert noch bis Samstag.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein