Ärzte Zeitung, 09.10.2015

Forschung

Molekulares Werkzeug heilt kranke Gene

HEIDELBERG. Heidelberger Studierende haben unter anderem ein "Twin Ribozyme" entwickelt, ein designtes RNA-Molekül, mit dem genetische Defekte korrigiert werden können, teilen das DKFZ und die Uni Heidelberg mit.

Die Idee dahinter sei, Krankheiten zu heilen, die aufgrund eines einzelnen Gendefekts entstehen.Die Forscher hätten sich dabei die katalytische Eigenschaft von DNA und RNA zunutze gemacht - eine Funktion, die man oft nur mit Proteinen assoziiert.

Sie demonstrierten die Funktionsfähigkeit ihres "Twin Ribozymes" an einer mRNA, die den für Mukoviszidose verantwortlichen Defekt trägt. Das Ribozym repariert den Defekt auf RNA-Ebene und könnte eine Alternative zur Gentherapie darstellen.

Mit speziell designten DNA- und RNA-Werkzeugen für zahlreiche Anwendungen in Medizin und Forschung sei das Team von Heidelberger Studierenden ins Finale des iGEM-Wettbewerbs in Boston eingezogen, heißt es in der Mitteilung.

Bei dem weltweiten Wettkampf in synthetischer Biologie hätten sich die Heidelberger gegenüber 260 Teams durchgesetzt und den dritten Platz der Gesamtwertung belegt. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »