Ärzte Zeitung, 01.06.2010

Antibiotika lindern COPD

SPRINGFIELD (mut). Eine große Studie bestätigt jetzt, dass eine leitliniengerechte Therapie mit Antibiotika bei stationären COPD-Patienten Komplikationen verhindert. Bisher war der Nutzen von Antibiotika bei stationären COPD-Patienten mit akuten Exazerbationen nur in kleinen Studien untersucht worden. Daten von US-Forschern bei knapp 85 000 Patienten bestätigen nun aber die übliche Praxis (JAMA 2010, 303:2035). So wurde bei einem Prozent der Patienten mit Antibiotika-Therapie eine mechanische Ventilation nötig, ohne Antibiotika waren es knapp zwei Prozent. Auch die Sterberate in der Klinik war geringer (1,1 Prozent versus 1,6 Prozent). Zudem kam es mit Antibiotika seltener zu erneuten Einweisungen wegen COPD-Exazerbationen als ohne (7,9 versus 8,8 Prozent).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »