Ärzte Zeitung online, 25.10.2017

Dänische Studie

Asthma erhöht das Infektionsrisiko

KOPENHAGEN. Patienten, die vor dem 50. Lebensjahr an Asthma erkranken, haben im Vergleich zu Kontrollpersonen ohne atopische Erkrankung ein deutlich erhöhtes Risiko für Infektionen, unabhängig davon ob sie Raucher oder Nicht-Raucher sind. Das haben dänische Wissenschaftler um Jens Helby von der Universitätsklinik Kopenhagen festgestellt.

An der Studie hatten mehr als 105.000 Personen aus der Allgemeinbevölkerung teilgenommen (J Intern Med 2017; 282(3): 254-267). Während der Beobachtungszeit von median sechs Jahren waren 11.160 Personen von Infektionen betroffen. Diejenigen Teilnehmer mit Asthma, die niemals geraucht hatten, hatten im Vergleich zu Nie-Rauchern ohne atopische Erkrankung ein um 65 Prozent erhöhtes Infektionsrisiko. Das Risiko für eine Pneumonie war 2,4fach erhöht und das Risiko für eine Infektion außerhalb des Respirationstraktes um 36 Prozent erhöht. Bei denjenigen Personen, die in ihrem Leben bereits geraucht hatten, waren die Ergebnisse ähnlich ausgefallen. (ikr)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »