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Innere Medizin

Plädoyer für mehr Sport für Lungenkranke

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WIESBADEN. Die Therapie von Patienten mit Asthma und COPD ist zu fokussiert auf Medikamente und Apparate. Das kritisierte Professor Claus Vogelmeier, Kongresspräsident und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) 2018 und 2019 bei einem Pressegespräch vorab zum DGIM-Kongress in Wiesbaden.

Vogelmeier beklagte, dass ambulante Angebote, zum Beispiel Sport und Reha, aus dem Blickfeld geraten seien. „Es hilft dem Patienten nichts, wenn man ihm – im übertragenen Sinne – Luft verschafft, wenn er diese Luft dann nicht nutzen kann!“ Das gelte nicht nur für chronische Lungenkrankheiten, sondern auch für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Die körperliche Aktivität chronisch kranker Patienten sei der wichtigste Prädiktor für ihr Überleben. Vogelmeier, der auch Direktor an der Klinik für Innere Medizin der Uniklinik Marburg ist, plädierte im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“ für mehr Angebote von „Lungensport“. Dieser habe sich in Deutschland gut entwickelt, der Bedarf sei noch nicht gedeckt.

Nötig wären ebensoviele Lungensport-Gruppen, wie es Herzsportgruppen für Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen gebe. Die Botschaft sei, so Vogelmeier: Auch mit COPD könne man mehr, als man glaubt. „Auch mit kranker Lunge können Trainingseffekte erzielt werden!“ (mmr)

Der 125. Kongress der DGIM findet vom 4. bis zum 7. Mai im RheinMain Congress Center in Wiesbaden statt. Infos unter: www.dgim2019.de

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