Ärzte Zeitung, 22.04.2005

Ist Kupfermangel mit M. Alzheimer assoziiert?

HOMBURG/SAAR (eb). Kupfermangel ist möglicherweise mit Alzheimer-Demenz assoziiert. Forscher und Ärzte der Universität des Saarlandes in Homburg machen jetzt eine Kupfer-Therapiestudie mit Alzheimer-Patienten.

Die Teilnehmer erhalten zusätzlich zu einem Cholinesterasehemmer 8 mg Kupferorotat pro Tag oder ein Placebo. Die Studie wird von der Internationalen Kupfer-Gesellschaft in New York, dem Europäischen Kupfer-Institut in Brüssel und dem Deutschen Kupfer-Institut in Düsseldorf mit einem Forschungspreis in der Höhe von 25 000 Euro gefördert.

Etwa 1,3 bis 1,6 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Demenz, die Hälfte davon Alzheimer. Spezialisten rechnen damit, daß sich aufgrund der demographischen Entwicklung die Zahl der Alzheimer-Kranken in den kommenden 50 Jahren verdreifachen wird.

Für potentielle Studienteilnehmer kann eine Untersuchung in der Gedächtnissprechstunde der Uni-Nervenklinik vereinbart werden: Anmeldung im Sekretariat bei Frau P. Nagel, Tel. 0 68 41 / 16 - 2 42 40

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Zwei Gläser Wein? Das lass lieber sein!

Wer täglich mehr als zwei Gläser Wein leert, hat ein erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Ob ein Komplettverzicht ratsam ist, bereitet Forschern noch Kopfzerbrechen. mehr »

Warum der Brexit körperlich krank macht

Übelkeit und Kurzatmig: Blogger Arndt Striegler hat mit seiner Hausärztin über seinen Gesundheitszustand und den Austritt aus der EU geredet – und einen Zusammenhang am eigenen Leib festgestellt. mehr »

Nach der Wahl muss Vernetzung auf die Agenda!

Gesundheitsminister Gröhe gibt einen Ausblick auf die nächste Legislaturperiode: Die stärkere Vernetzung der Akteure müsse dann höchste Priorität haben. Der Innovationsfonds soll zur Dauereinrichtung werden. mehr »